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Turbine erobert mit drei Punkten in Freiburg den 3. Tabellenplatz zurück

Am gestrigen Sonntag eroberten die Turbinen mit einem 1:2 (0:0) Sieg beim SC Freiburg den dritten Tabellenplatz zurück. Zwei Treffer durch Strafstöße und ein Jokertor waren die Highlights einer attraktiven und temporeichen Frauenfußballpartie.

„Wir wussten, dass wir in Freiburg gewinnen müssen, wenn wir Dritter werden wollen“, sagte Matthias Rudolph und auch vorab kündigte der Turbinecoach an, dass Potsdam voll auf drei Punkte spielen wird. So startete die Partie auf beiden Seiten flott nach vorne, denn auch die Breisgauerinnen wollten den Anschluss an die Ligaspitze nicht verlieren. Die offensiv eingestellten Freiburgerinnen stürmten über Sharon Beck zur linken Grundlinie und passten das Leder scharf auf den ersten Pfosten, doch sowohl Bianca Schmidt als auch Lisa Schmitz, die wieder das Turbinetor hütete, konnten gemeinsam zur Ecke klären (3.). Kurz darauf legte Svenja Huth das Leder im Strafraum auf Felicitas Rauch zurück, die ihren Abschluss aus elf Metern flach und scharf gegen den linken Pfosten setzte. Die nächste brandgefährliche Möglichkeit hatte Bianca Schmidt in der 9. Spielminute nach einem Freistoß von Rauch. Schmidt bugsierte den Ball im Luftkampf mit Torhüterin Frohms über die Linie, Schiedsrichterin Mirka Derlin entschied jedoch auf Stürmerfoul. „Aus unserer Sicht hätte der Treffer zählen müssen“, schätzte Rudolph die Situation ein. Die furiose Anfangsphase hielt weiter an, allerdings brannte es in der zehnten Minute lichterloh im Potsdamer 16er. Jobina Lahr gewann ein Sprintduell auf Freiburgs linker Außenbahn, bediente Sandra Starke im Zentrum, die den Ball aufs lange Eck spitzelte. Das Leder prallte vom Innenpfosten zurück in die Hände von Lisa Schmitz, die ihr Team in der nächsten halben Stunde mit guten Paraden im Spiel hielt, sodass die Mannschaften mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine gingen. „Wir gehen schon etwas glücklich in die Pause“, gab auch der Turbinecoach zu, „Freiburg war spielbestimmend und Lisa hat gut gehalten.“

Im zweiten Durchgang kam Rieke Dieckmann für Klára Cahynová ins Spiel und die offensiven Aktionen beider Teams ließen etwas nach. Nichtsdestotrotz kam Julia Gwinn in einem Zweikampf mit Felicitas Rauch im Potsdamer 16er zu Fall und Sharon Beck verwandelte den darauf folgenden Strafstoß zur 1:0 Gastgeber-Führung. Die hielt nicht lange an, denn drei Minuten später foulte Freiburgs Sandra Starke Anna Gasper innerhalb des Breisgauer Strafraums und auch hier zeigte Schiedsrichterin Derlin auf den Punkt. Felicitas Rauch glich mit einem halbhohem Schuss in die rechte Ecke aus (60.). Die Partie war nun wieder offen und nahm erneut etwas Fahrt auf. Die Potsdamerinnen wurden durch einen Tick mehr Aggressivität und Willensstärke die auffälligere Mannschaft. So hielten sie die Gastgeberinnen vom eigenen Tor fern und drängten auf einen zweiten Treffer. Zehn Minuten vor Schluss setzte der Turbinecoach auf die volle Offensivkraft seines Kaders und brachte Lara Prasnikar für Bianca Schmidt ins Spiel. Er sollte ein glückliches Händchen beweisen, denn nur drei Minuten nach der Einwechslung, schoss der Joker ihr Team mit einem technisch richtig guten Abschluss innerhalb des 16ers zum Sieg (85.) – Torhüterin Frohms blieb ohne Chance. „Meine Mannschaft hat dann eine gute Moral gezeigt, wir haben weiter nach vorne gespielt“, resümierte Matthias Rudolph. „Natürlich freut man sich für die Spielerinnen, die reinkommen und sich dann auch belohnen.“

Auf der Heimfahrt errtönte dann der Schlusspfiff zum 2:2 Unentschieden in München gegen Essen, was bedeutete, dass Potsdam nun wieder mit einem Punkt Vorsprung (35) auf dem 3. Tabellenplatz steht, der laut Rudolph auch bis zum Saisonende in vier Wochen gehalten werden soll.

1. FFC Turbine Potsdam: Schmitz – Schmidt (81. Prasnikar), Elsig, Ilestedt, Rauch – Gasper, Zadrazil, Cahynová (46. Dieckmann), Chmielinski (88. Kiwic) – Huth, Schwalm
SC Freiburg: Frohms – Gwinn, Lahr, Kirchberger, Hegenauer (88. Sanders) – Naomoto, Minge, Stegemann, Starke – Beck (70. Fuso), Lotzen (63. R. Knaak)

Fotos: Saskia Nafe