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Turbine besiegt AC Sparta Prag mit 5:1

Am vergangenen Samstag bestritt die erste Mannschaft ihr letztes Vorbereitungsspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung 2018. In Sangerhausen besiegte die Elf von Matthias Rudolph den tschechischen Meister AC Sparta Prag durch Tore von Binaca Schmidt, Svenja Huth, Melissa Kössler, Anna Gasper und Lara Prasnikar klar mit 5:1.

Bereits nach zwei Minuten konnte Turbine zeigen, dass sie nach Sangerhausen gefahren waren, um dieses Spiel zu gewinnen. Svenja Huth schlug eine Ecke in den Strafraum, die von Verteidigerin Bianca Schmidt per Kopf verwandelt wurde. In den darauf folgenden dreißig Minuten waren die Turbinen klar überlegen und erspielten sich zahlreiche Chancen. Allerdings konnte erst in der 36. Spielminute eine genutzt werden, als Potsdam einen Angriff durch das Zentrum startete. Ein Tacklingversuch einer tschechischen Abwehrspielerin wurde zur Vorlage für Svenja Huth. Die Turbinestürmerin lief im eins gegen eins auf Prags Torhüterin zu und versenkte die Kugel abgezockt im Netz – 2:0. Turbine wechselte zur Halbzeit, sodass Torhüterin Fischer in den zweite 45 Minuten das Tor hütete. Für Viktoria Schwalm kam Anna Gasper neu ins Spiel.

„Wir hätten zur Halbzeit schon höher führen müssen“, berichtete Co- und Torwarttrainer Dirk Heinrichs und auch in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs konnte Potsdam sich nicht für ihr gutes und überlegenes Spiel belohnen. Nach dem letzten Potsdamer Doppelwechsel, Kössler kam für Chmielinski in den Sturm und Meister ersetzte Nina Ehegötz im Mittelfeld, platzte endlich der Knoten und Turbine legte innerhalb von fünf Minuten drei Mal nach. Zuerst schlug Johanna Elsig einen hohen Ball in der Rücken der Prager Abwehr, wo Melissa Kössler startete und den springenden Ball volley über die Keeperin ins Tor spielte. Beim nächsten Angriff wurde der Ball auf der halb rechten Seite durch die Viererkette gesteckt, Kössler setze sich im 16er durch, legte den Ball quer und fand die mitgelaufene Anna Gasper, die das Leder nur noch einschieben musste. Nach 80 Minuten Spielzeit behauptete Lara Prasnikar den Ball gegen drei Pragerinnen im Zentrum des Strafraums und schoss den Ball gekonnt, im richtigen Moment, linksoben ins Tor. Turbine hatte die Tschechinnen bis zum Ende im Griff und die einzigen Chancen, welche allerdings nicht wirklich zwingende waren, ergaben sich bei Standardsituationen. In der 86. Spielminute konnte Prag dann doch einen Ehrentreffer erzielen, nachdem Turbine das Leder beim Spielaufbau in der Abwehr verlor und Spartas Stürmerin den Ball aus dem Gewühl heraus flach in Fischers Tor versenken konnte.

„Im Vergleich zur Begegnung im Winter, haben wir am vergangenen Wochenende besser gespielt“, resümierte Heinrichs, „wir haben den Ball besser laufen gelassen und uns effektiv Chancen erarbeitet. Auch von der Spielanlage her waren wir dieses Mal schon weiter als im Februar, weshalb dann auch das Ergebnis zur Recht eindeutiger ausfiel.“ Für die Rudolphelf war es wichtig, dass wieder ein souveräner Sieg gegen ein gutes Frauenteam eingefahren wurde und sich die Spielerinnen nun langsam wieder auf weibliche Gegner einstellen können, da sich gerade das Zweikampfverhalten sehr unterscheidet, wenn man gegen Männer oder Frauen antritt. „Für uns war die Partie ein guter Test, bei dem wir sehen konnten, dass wir im „Soll“ sind, was unseren Vorbereitungsplan angeht. Bis jetzt haben wir zufriedenstellend und effektiv gearbeitet und trainiert. Die letzten paar Vorbereitungswochen nutzen wir nun um Kleinigkeiten zu verbessern. Gerade durch die Abwesenheit der Natiospielerinnen haben wir nun die Chance, dass wir gezielte individuelle Verbesserungen schaffen können, um dann im Pokal gegen den SV Meppen eine gute Form präsentieren zu können und das erste Pflichspiel ordentlich und erfolgreich bestreiten zu können“, lautete das zusammenfassende Trainerfazit.

1. FFC Turbine Potsdam: Schmitz (46. Fischer) – Schmidt (68. Graf), Kiwic (68. Prasnikar), Elsig, Rauch – Ehegötz (75. Meister), Cahynová, Zadrazil (68. Dieckmann), Schwalm (46. Gasper) – Chmielinski (75. Kössler), Huth

Fotos: Saskia Nafe