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Turbine Potsdam siegt, der FC Bayern spielt nur unentschieden

Der Traum vom Champions League Platz lebt weiter und rückte am vergangenen Sonntag, durch ein Unentschieden vom FC Bayern München gegen den FF USV Jena, ein bisschen näher. „Wenn man hier gewinnt, nachdem man innerhalb einer Woche in München, gegen Freiburg und in Frankfurt spielt, muss man hochzufrieden sein“, lautete das Fazit von Trainer Matthias Rudolph nach diesem wichtigen Sieg. Die vergangene Woche hatte es in sich, aber gerade für unsere Offensivspielerin Svenja Huth, die sowohl gegen den SC Freiburg, als auch gegen ihren Ex-Club, den 1. FFC Frankfurt, den Siegtreffer erzielen konnte, nahm diese englische Woche ein erfolgreiches Ende. Darüber hinaus überzeugte am Sonntag Vormittag erneut das gesamte Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, unübersehbarem Siegeswillen und einem Quäntchen Glück, das ihnen in der Hinserie so oft gefehlt hatte.

Gerade in der Anfangsphase dominierten die Potsdamerinnen die Partie deutlich. Die Anstrengungen der Reisen und des Spiels am Mittwoch, war ihnen nicht anzumerken. Immer wieder gewann eine spritzige Svenja Huth die Laufduelle auf der rechten Außenbahn und spielte Querpässe in den Frankfurter 16er. Leider fanden die Hereingaben zu dem Zeitpunkt noch keine Abnehmerinnen. Aber in der 33. Spielminute wurde es dann zum ersten Mal richtig gefährlich, als Felicitas Rauch Potsdams ehemalige Torhüterin Bryane Heaberlin mit einem Fernschuss aus halb linker Position prüfte. Die Amerikanerin kam gerade noch mit den Fingerspitzen an den Ball und lenkte diesen gegen die Latte. Nur zehn Minuten später, kurz vor der Pause, scheiterte auch Svenja Huth am Aluminium. Nach einer starken Vorarbeit von Viktoria Schwalm, die einen langen, diagonalen Flugball in den Rücken der hoch stehenden Frankfurter Abwehr schlug, konnte Svenja von der rechten Seite aufs Tor ziehen, traf beim kraftvollen Abschluss allerdings nur den Pfosten. In den ersten 45 Spielminuten ergab sich für die Gastgeberinnen keine zwingende Torchance, denn Potsdams Defensive stand stabil und auch im defensiven Mittelfeld wurden früh und aggresiv die Bälle erobert.

Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff konnte Huth den Siegtreffer erzielen. Viktoria Schwalm spielte einen perfekten Flachpass durch die Schnittstelle der Frankfurter Defensive, wo Huth den Ball im vollen Lauf mitnehmen konnte und das Leder flach, im langen rechten Eck platzierte. „Dann haben wir es verpasst, das zweite Tor nachzulegen“, bemerkte der Turbine-Coach, denn sowohl Huth scheiterte noch zwei weitere Male an Torhüterin Heaberlin, als auch die eingewechselte Nina Ehegötz und Sarah Zadrazil scheiterten an Kleinherne und Heaberlin in letzter Sekunde. Aber auch Frankfurt wurden offensiv noch ein Mal gefährlich. Gerade die eingewechselte Kumi Yokoyama machte Alarm im Potsdamer Strafraum und kam in der 80. Minute zu Frankfurts größter Chance, als Schmitz eine Hereingabe nicht fangen konnte und der Ball der Japanerin, drei Meter vor dem Tor, vor die Füße fiel. Durch Glück konnten die Potsdamerinnen den Ball klären. Zum Ende hin, als Frankfurt noch ein Mal stärker wurde, konnte man den Turbinen die Anstrengungen der letzten Woche ein wenig anmerken. Jedoch schafften es die Mädels den Sieg mit Hilfe eines starken Siegeswillen und den doch immer wieder gefährlichen Konteraktionen, die Führung über die Zeit zu bringen. „Am Ende geht der Sieg in Ordnung, wir waren das eine Tor besser“, resümierte der Potsdamer Coach, „das hat viel Kraft gekostet. Die englische Woche haben wir jetzt überstanden. Das ist nicht nur körperlich, sondern auch mental enorm anstrengend, wenn man alle drei Tage wieder hochfahren muss.“ Am Ende des Sonntags wurde die positive Stimmung des Teams noch ein Mal angehoben, denn der FC Bayern München spielte nur 0:0. Damit konnten die Potsdamerinnen bis auf zwei Punkte an den zweiten Tabellenplatz heran rücken und die Chance am Ende der Saison selber auf dem zweiten Rang zu stehen erhöhen.

                           

1. FFC Turbine Potsdam: Schmitz – Rauch, Elsig, Kiwic, Ilestedt – Schwalm (68. Aigbogun), Wälti, Zadrazil, Cahynová (86. Ehegötz) – Huth, Prasnikar (67. Gasper)

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Sandvej, Hendrich, Kleinherne, Schmidt (90. Gidion) – Prießen, Groenen, Hechler (79. Matuschewski), Munk – Martinez (61. Yokoyama), Pawollek