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Turbine behauptet sich mit einem 2:1 Sieg gegen Duisburg

Am vergangenen Sonntag, den 24. November, erkämpften sich die Turbinen mit einem 2:1 Sieg über die Frauen des MSV Duisburg die nächsten drei Punkte. Eine Partie, in der sich die Turbinen schwer taten, am Ende jedoch zu Recht die drei Punkte in Potsdam behielten.

1.137 Fans kamen trotz niedriger Wintertemperaturen ins Karl-Liebknecht-Stadion, um ihre Turbinen, die leider etwas schleppend in die Partie starteten, anzufeuern. Nach nur zehn Minuten setzte sich Duisburgs Lisa Marie Makas über links gefährlich in den Turbinestrafraum durch, zögerte einen Moment zu lange mit der Quervorlage, sodass Sara Agrez und Anna Gerhardt den Pass in höchster Not noch klären konnten. Die Gastgeberinnen hatten zwar mehr Ballbesitz, sie verloren das Leder jedoch leichtsinnig und waren beim letzten Pass zu unkonzentriert. So wurde es das erste Mal erst nach knapp 20 Minuten richtig gefährlich in der Hälfte der Zebras. Turbine ließ den Ball geduldig um den 16er laufen, bis Sarah Zadrazil die Lücke fand und eine Flanke auf Caro Siems spielte, die das Leder volley noch einmal quer legte, sodass Lara Prasnikar am langen Pfosten aus spitzem Winkel die 1:0 Führung erzielte (19.). Zehn Minuten später steckte Sarah Zadrazil das Leder durch die Duisburger Kette und bediente Lara Prasnikar direkt. Unsere gefährlichste Torjägerin hatte Torhüterin Härling schon umkurvt, traf im Abschluss aber nur den Pfosten (30.). Es machte den Anschein, dass die Rudolphelf so langsam ihren Rhythmus fand, jedoch machten die Duisburgerinnen ihnen in der 37. Spielminute einen Strich durch die Rechnung. Yvonne Zielinski konnte ohne Bedrängnis aus dem rechten Halbfeld eine Flanke schlagen, die Kathleen Radtke per Kopf verlängerte und Lisa-Marie Makas mit der Fußspitze über Torhüterin Fischer ins Netz beförderte. „Wir waren überrascht, dass Duisburg so hoch angegriffen hatte“, bestätigte Matthias Rudolph, was jedoch keine Entschuldigung sein sollte, dass es „nur“ mit einem Unentschieden in die Kabine ging.

Die Kabinenansprache appellierte laut Torhüterin Fischer daran, die Breite besser zu nutzen, den Spielaufbau dem unerwarteten Duisburger System anzupassen und gefährlicher in die Tiefe zu spielen. So entstanden im zweiten Durchgang mehrere Möglichkeiten, um früh erneut in Führung zu gehen. Ehegötz verfehlte nach Flanke von Gasper per Kopf und auch Sara Agrez bekam bei einem Freistoß von Nina Ehegötz keinen Druck hinter den Ball, sodass ihr Kopfball nur ungefährlich in die Hände der MSV-Schlussfrau fiel. Die Turbinen drückten die Duisburgerinnen immer wieder in ihre Hälfte hinein, allerdings kombinierten sich die Gäste in Kontermöglichkeiten mit Stichen nach vorne, sodass auch eine aufmerksame Vanessa Fischer einige Male eingreifen musste. In der 73. Minute bediente Anna Gasper die in die Tiefe startende Lara Prasnikar, die im gegnerischen 16er mit Hilfe einer Finte drei Duisburgerinnen stehen ließ und das Leder mit Übersicht und völlig selbstlos auf die frei stehende Sophie Weidauer ablegte, die zum 2:1 einschoss. „Ich hätte ihr den Treffer genauso gegönnt“, so die 17-Jährige, die auch betonte wie glücklich sie über diese perfekte Vorlage war. „Wir bringen Sophie Weidauer, die das schon die ganze Saison über echt gut macht immer wieder ins Spiel, um sie behutsam an die erste Mannschaft heran zu führen“, erklärte Turbines Cheftrainer und auch das Jungtalent nimmt ihre Entwicklung Schritt für Schritt und möchte alles einfach auf sich zukommen lassen. Die Duisburgerinnen blieben auch nach dem Rückstand mutig und offensiv ausgerichtet. So verfehlte Zielinski eine Hereingabe, die Makas jedoch kontrollieren konnte und auf Kathleen Radtke ablegte, die brandgefährlich die Latte traf. Glück gehabt, allerdings brachten die Turbinen ihre Führung am Ende sicher über die Zeit und erarbeiteten sich die nächsten drei Punkte, mit denen sie auf Rang sechs (15 Punkte) der FLYERALARM Frauen-Bundesliga klettern konnten.

1. FFC Turbine Potsdam: Fischer – Siems, Mesjasz, Agrez, Gerhardt – Gasper, Graf (46. Cahynová), Zadrazil, Höbinger (70. Chmielinski) – Ehegötz (64. Weidauer), Prasnikar
MSV Duisburg: Härling – Angerer, O’Riordan, Hochstein, Fürst – Zielinski, Radtke (83. Arghandiwal), Debitzki, Lange – Makas (88. Günster), Maksuti (66. Halverkamps)

Fotos: René Teichmann