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Was für ein Comeback! Turbine dreht spektakuläres Spiel gegen Bayern II

Was für ein Fußballnachmittag im Karl-Liebknecht-Stadion! Der 1. FFC Turbine Potsdam hat am 24. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und die Zweitvertretung des FC Bayern München in einem dramatischen Spiel mit 4:3 bezwungen. Nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand kämpften sich die Turbinen mit unbändigem Willen zurück und drehten die Partie in einer furiosen Schlussphase – getragen von der Energie der Ränge und einem Team, das niemals aufgab.


1. Halbzeit: Kalte Dusche und viel Arbeit gegen effiziente Gäste

Die Partie begann alles andere als nach Plan für unsere Turbinen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld nutzten die Gäste ihre Chance eiskalt: Gmeineder setzte sich durch und traf aus der Distanz zur frühen Führung (15.). Nur zwei Minuten später musste Torhüterin Maja Poulsen erneut eingreifen und verhinderte zunächst Schlimmeres.

Bayern II blieb in dieser Phase das gefährlichere Team und zwang Turbine immer wieder zu Fehlern. Poulsen zeichnete sich mehrfach stark aus, doch in der 33. Minute war auch sie machtlos: Di Lauro erhöhte aus spitzem Winkel auf 0:2.

Turbine tat sich schwer, ins Spiel zu finden, setzte aber erste offensive Akzente – unter anderem durch Okuma und Wohner. Kurz vor der Pause bot sich noch eine gute Gelegenheit per Freistoß, doch Hüsch verfehlte das Tor knapp. So ging es mit einem deutlichen Rückstand in die Kabine.


2. Halbzeit: Das KarLi bebt – Turbine startet eine unfassbare Aufholjagd

Was dann folgte, war pure Emotion. Direkt nach Wiederanpfiff setzte Turbine ein erstes Ausrufezeichen: Mahmoud zirkelte eine Ecke direkt ins lange Eck – der perfekte Start in die Aufholjagd (48.).

Doch die Gäste antworteten prompt. Nach einer Standardsituation stellte Terakaj per Kopf den alten Abstand wieder her (53.) – 1:3. Ein erneuter Rückschlag, der die Moral vieler Teams gebrochen hätte. Nicht aber die unserer Turbinen.

Angetrieben vom Publikum entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Chancen häuften sich, doch zunächst fehlte noch die letzte Konsequenz. Bis zur 85. Minute: Krawczyk eroberte den Ball, Gnädig steckte stark durch und Dias De Souza blieb vor dem Tor eiskalt – nur noch 2:3!

Jetzt war das KarLi endgültig da. Und Turbine legte nach: Schmid wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Okuma souverän zum 3:3-Ausgleich (89.).

Doch damit nicht genug. In der Nachspielzeit folgte der emotionale Höhepunkt eines unglaublichen Spiels: Schmid brachte den Ball hoch in den Strafraum, Okuma stieg hoch und köpfte den Ball ins Netz – 4:3 (90.+4)! Die komplette Mannschaft, Bank und Fans explodierten vor Freude.


Fazit: Mentalität, Leidenschaft und der Glaube bis zur letzten Sekunde

Dieser Sieg war mehr als nur drei Punkte – er war ein Statement. Turbine Potsdam hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn Einsatz, Teamgeist und unerschütterlicher Glaube zusammenkommen. Nach einem Zwei-Tore-Rückstand kämpften sich unsere Turbinen zurück, gaben nie auf und wurden am Ende mit einem der emotionalsten Siege der Saison belohnt.

Ein Spiel, das in Erinnerung bleibt. Ein Spiel, das zeigt, wofür Turbine steht. 


Aufstellung 1. FFC Turbine Potsdam: Poulsen, Schmid, Krawczyk, Okuma, Lins (75. Dias De Souza), Gnädig, Dommasch (46. Schmidt), Wohner (46. Uhlig), Bobbe, Hüsch, Lindner (34. Mahmoud)

Aufstellung FC Bayern München II: Reszler, Kraus, Zähringer, Gmeineder, Terakaj (75. Feistle), Di Lauro (46. Senftl), Rintzner (82. Rieth), Portella, Kappes, Wegscheider, Hünten

Tore: Marie Gmeineder (16.), Samira Di Lauro (33.), Amani Mahmoud (48.), Elira Terakaj (53.), Thalia Dias De Souza (86.), Rana Okuma (90., 90.+4‘)

Schiedsrichterin: Anke Hölscher

Gelbe Karten: Mia Schmid (52.), Alina Gnädig (58.), Amani Mahmoud (81.), Johanna Bobbe (90.+2‘)