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Turbine unterliegt Hertha BSC knapp mit 1:2

Am dritten Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga empfing der 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag, den 23. August 2026, Hertha BSC im Karl-Liebknecht-Stadion. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie gingen die Turbinen früh durch Laura Lindner in Führung. Hertha glich noch vor der Pause per Elfmeter aus und entschied das umkämpfte Duell in der Schlussphase mit 2:1 für sich.


1. Halbzeit: Lindner trifft – Hertha antwortet vom Punkt

Die Gäste erwischten den etwas besseren Start und kamen bereits in der dritten Spielminute zur ersten großen Gelegenheit. Nach einem Steckpass tauchte Herthas Nummer 14 vor dem Potsdamer Tor auf, traf mit ihrem Abschluss jedoch nur die Latte.

Nur zwei Minuten später schlugen die Turbinen dann aber zu: Laura Lindner eroberte den Ball, lief allein auf das gegnerische Tor zu und verwandelte zur frühen 1:0-Führung (5.).

In der Folge nutzte Hertha mehrere Fehler im Potsdamer Spielaufbau, um gefährlich vor das Tor zu gelangen. Sowohl in der elften als auch in der 15. Minute war Juliane Schmid zur Stelle und parierte sicher. Besonders stark reagierte die Turbine-Torhüterin in der 22. Minute, als sie nach einem Fehlpass weit aus ihrem Tor herauskam und den Abschluss einer frei auf sie zulaufenden Hertha-Spielerin abwehrte.

Kurz darauf entschied die Schiedsrichterin nach einem Foul von Kapitänin Merle Kirschstein auf Strafstoß. Elfie Wellhausen verwandelte zum 1:1-Ausgleich (23.).

In der 34. Minute zeigten die Turbinen einen sehenswerten Angriff: Anna Túróczy fing den Ball ab, setzte sich mit einer starken Drehung gegen zwei Gegenspielerinnen durch und leitete per Hacke auf Bianca Schmidt weiter. Diese verlängerte auf Laura Lindner, deren Abschluss jedoch von der Hertha-Torhüterin gehalten wurde. Auf der anderen Seite verfehlte ein flacher Schuss der Gäste in der 36. Minute das Potsdamer Tor nur knapp. So ging es nach einer insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte mit einem 1:1 in die Kabinen.


2. Halbzeit: Potsdam drängt, Hertha trifft

Nach dem Seitenwechsel hatte Hertha zunächst die erste Möglichkeit. Eine hohe Flanke von der rechten Seite erreichte am zweiten Pfosten Svenja Poock, die völlig freistand. Jedoch flog der Abschluss jedoch über das Tor.

Die Turbinen wurden anschließend offensiver. In der 64. Minute brachte Yuna Matsubara eine hohe Flanke in den gegnerischen Strafraum. Sofia Rejkjær, Merle Kirschstein und Bianca Schmidt lauerten im Zentrum, konnten den Ball im entstandenen Getümmel jedoch nicht entscheidend auf das Tor bringen. Hertha klärte schließlich aus der Gefahrenzone.

Nur drei Minuten später trat Julia Hüsch zu einem Freistoß an. Ihr harter, flacher Schuss auf das kurze Eck ging knapp am Berliner Tor vorbei (67.). Auch in der 75. Minute fehlte nicht viel zur erneuten Führung: Sofia Rejkjær spielte von der rechten Seite zurück auf Marike Dommasch, die sich gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte und auf das lange Eck zielte. Der Ball strich jedoch knapp am Tor vorbei.

In der 79. Minute gelang es den Turbinen nicht, den Ball im eigenen Strafraum konsequent zu klären. Sari Saeland legte auf Johanna Seifert ab, die direkt abzog und mit einem sehenswerten Treffer das 2:1 für die Gäste erzielte.

Potsdam kämpfte bis in die lange Nachspielzeit um den Ausgleich. Die letzte Gelegenheit hatte Yuna Matsubara mit einem Freistoß in der siebten Minute der Nachspielzeit, den sie über das gegnerische Tor setzte. Wenig später war die knappe Heimniederlage besiegelt.


Chancen vorhanden, Punkte verpasst

Die Turbinen lieferten sich mit Hertha BSC ein umkämpftes Duell, konnten sich für ihre Möglichkeiten jedoch nicht belohnen. Während im eigenen Spiel zu viele Fehlpässe für Gefahr sorgten, zeigte sich Hertha im entscheidenden Moment präziser und nutzte eine der wenigen Gelegenheiten in der zweiten Halbzeit zum Siegtreffer. Damit mussten sich die Turbinen trotz der frühen Führung am Ende mit 1:2 geschlagen geben.

Aufstellung 1. FFC Turbine Potsdam: Schmid, Nolan, Matsubara, Rejkjær, Preußler (46. Dommasch), Gößler (46. Smith), Schmidt (73. Dias De Souza), Túróczy (61. Hüsch), Kubo, Kirschstein, Lindner (85. Bobbe)

Aufstellung Hertha BSC: Lux, Borchmeyer, Schiemann, Giannori (65. Cramer), Poock (65. Seifert), Reimold, Dreher, Haesler (73. Böttcher), Wellhausen (73. Sahlmann), Mettner, Saeland (90. Blättner)

Tore: Laura Lindner (5.), Elfie Wellhausen (23.), Johanna Seifert (79.)

Schiedsrichterin: Sarah Willms

Gelbe Karten: Merle Kirschstein (23.), Mieke Schiemann (49.), Catherine Nolan (75.), Elly Böttcher (85.), Amelie Blättner (90.+6‘)