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Mai
27 (Do)
2010 | Corina Schröder |
Hallo an alle,
nun bin ich endlich auch an der Reihe und kann euch von meinem spannenden oder auch nicht spannenden Tag erzählen.
Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass es jetzt genau eine Woche her ist, dass wir den Champions League Titel gewonnen haben. Es war ein unfassbares Erlebnis und ich kann es irgendwie immer noch nicht ganz glauben! Es war super, wie ihr uns im Stadion, beim Public Viewing oder vor dem Fernseher unterstützt habt. Vielen Dank an der Stelle noch einmal! Wir sind in die Geschichte mit dem Titel eingegangen, wenn man sich das vor Augen hält, ist das schon ein Wahnsinn:-) Die ganze Reise " Madrid" hat sich gelohnt, und zum shoppen bin ich nach dem Titelgewinn mit Lira auch noch gekommen :-)
Nach unserer Rückkehr nach Potsdam wurden wir von euch zahlreich empfangen :-) Ich finde, das war nochmal ein richtiges Highlight! Mit sovielen Menschen hätte ich nun wirklich nicht unbedingt gerechnet, aber es hat mich umso mehr gefreut :-) Auch dafür nochmal vielen Dank.
Langsam kehrt auch bei uns wieder der Alltag ein. Obwohl ich nach den Tagen in Madrid immer noch etwas müde bin, musste ich mich heute um halbneun aus dem Bett quälen, da ich um 10 Uhr auch schon wieder auf der Arbeit sein wollte. Ich arbeite seit Anfang Mai im Filmpark Babelsberg in der Marketing/Vertriebs-Abteilung und beantworte die ganzen Tombola- und Sponsoringanfragen, und das sind ganz schön viele..... So sah heute auch mein Schreibtisch aus :-( Meine Arbeitskolleginnen Birgit, Julia und Gaby hatten allerdings ein nettes Plakat zur Begrüßung mit einigen Zeitungsartikeln für mich zusammen gestellt. Das ist eine schöne Erinnerung, vielen Dank dafür ihr Lieben :-)
Um 17 Uhr hatten wir dann schon wieder Training und haben erst ein paar Sprints gemacht und anschließend Fußball auf 4 Tore mit 2 Bällen gespielt. Das war schon sehr lustig, aber auch anstrengend...
Als ich dann endlich zu Hause war, habe ich mich mit Lira nochmal mit einem Glas Wein an den Donnerstag letzter Woche erinnert und dann ging es ins Bett. Vorher habe ich noch ein paar Klamotten herausgelegt, da ich morgen nach dem Training nach Hause fahre. Eine Freundin hat Geburtstag und bekommt von uns Freunden einen Schachtelkranz, der dann über ihrem Hauseingang aufgehangen wird. Das ist eine Tradition bei uns in der Gegend, wenn man 25 Jahre wird und noch nicht verheiratet ist. Naja, so lange dauert das bei mir ja nun auch nicht mehr, also schnell heiraten ;-)
So das war es dann auch!!!
Liebe Grüße an euch alle,
eure Coco (für alle, die es nicht wissen - Corina Schröder :-))
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Mai
26 (Mi)
2010 | Josephine Schlanke |
Dienstag, 18.05.2010
Hola Amigos,
wie ihr sicherlich mitbekommen habt, durfte auch der Anschlusskader oder von einigen die liebevoll genannte „Reisegruppe Sunshine“ mit nach Madrid. Ermöglicht wurde dies von dem Team bzw. unserer Mannschaftskasse, in der sich genügend Geld befand, um uns solch eine Reise zu finanzieren.
So hieß es eben auch für uns Montagabend die Taschen zu packen, um am frühen Dienstagmorgen nach Madrid zu fliegen. Dort angekommen begrüßten uns herrliche 25 °C, blauer Himmel und Sonnenschein. Vom Flughafen ging es ins etwas außerhalb von Madrid gelegene Hotel und nach einem ersten kurzen Dinner machten wir uns auf den Weg, die Stadt (wenn man das so nennen darf) zu erkunden und nach einer Location zum Sport treiben zu suchen. Nach fast 2 Stunden Fußmarsch war diese Aufgabe erfüllt und so ging es nach dem Kaffee mit der ganzen Mannschaft los, um Sport zu treiben und bei bestem Wetter zu schwitzen. Der Großteil der Mannschaft entschloss sich, die müden Beine bei einem Basketballturnier zu lockern, das – wenn ich mich recht erinnere – von Silvios Team gewonnen wurde. Für mein Team lief es nicht ganz so gut, was wohl daran lag, dass unsere männliche Verstärkung, der Doc, sich als nicht ganz so talentierter Basketballspieler herauskristallisierte. Aber trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und weckten mit unserem Können und der Tatsache, dass sich mein Team zur besseren Erkennung von den T-Shirts trennte, die Aufmerksamkeit von einigen spanischen Passanten und auch Polizisten. Der Rest der Mannschaft zockte locker 5 gegen 2, da sie aufgrund von frisch lackierten Fingernägeln verhindert waren, am Basketballturnier teilzunehmen ;-).
Für den ersten Abend war nix weiter geplant und somit nutzten Lena & Brosi die Zeit, um noch eine knackige Trainingseinheit durchzuziehen, wozu ich nur eins sagen kann: „Chapeau!“ und solch eine Motivation hätte ich auch gerne. Ich hab es gerade mal ins Einkaufscenter nebenan geschafft, um Uno-Karten und ein Spielzeughandy für die Caro zu kaufen. Das Handy sollte eine kleine Widergutmachung dafür sein, dass ich ihr Handy in Potsdam liegen lassen hab. Sorry nochmal an dieser Stelle und ich hoffe dir hat die Mickey Mouse Optik des Ersatzgerätes gefallen :-).
Mittwoch, 19.05.2010
„Moin, Moin“ schallte es bereits um 8:00 Uhr durch die Lobby. Anlass war ein kleines, lockeres Läufchen der medizinischen Abteilung und der „Reisegruppe Sunshine“. An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass wir nicht nur mitgefahren sind, um Urlaub zu machen und uns de Plauze zu sonnen. Es ging eher darum, den Rest der Mannschaft zu unterstützen und dieses Erlebnis direkt als Saisonabschlussfahrt zu nutzen. Und von daher wäre es höchst unproduktiv gewesen, wenn wir uns komplett vom Team abgeseilt hätten und einen auf Party machen, während die anderen dabei sind, sich auf das wichtigste Spiel der Saison vorzubereiten und zu konzentrieren. Deshalb hieß es eben auch für uns immer pünktlich zum Essen und anderen Verpflichtungen zu erscheinen. Nach dem Frühstück stand bereits die nächste lockere Trainingseinheit in einem Park in der Nähe vom Hotel auf dem Plan. Begleitet wurde die Mannschaft nun von einem Kamerateam und man konnte spüren, dass man dem wichtigsten Spiel der Saison immer näher kommt und sowohl die Anspannung als auch die Vorfreude immer mehr steigt. Während die Spielerinnen den Nachmittag nutzten, um die Beine hochzulegen und später in einer Videobesprechung den Gegner Lyon zu studieren, nahmen wir uns als Ziel, ein Freibad aufzusuchen, um bei guten 28 °C etwas Abkühlung zu bekommen. Also starteten wir bewaffnet mit einem Stadtplan und einer eher groben Beschreibung des Hotelportiers in die Richtung eines Schwimmbades. Der Weg zur Bushaltestelle gestaltete sich, dank der gestrigen Erkundungstour, als Kinderspiel und somit mussten wir nur noch herausfinden, welcher Bus der richtige ist. Der Gedanke, einen Spanier ganz einfach auf Englisch danach zu fragen, stellte sich als ziemlich zwecklos dar, weil einfach niemand diese Sprache beherrscht oder beherrschen möchte (NERV!!!). Somit mussten wir einer kleinen, alten spanischen Oma vertrauen, die als wir das Wort „Piscina“ (zu Deutsch: Schwimmbad) erwähnten, wild ihre kleinen Reisetasche herumschleuderte und uns somit erahnen ließ, dass sie wohl auch dort hinmöchte. Nach zehnminütiger Fahrt kamen wir dann tatsächlich an einer Schwimmhalle an und freuten uns wie Bolle aufs kühle Nass. Doch leider mussten wir feststellen, dass in Spanien noch Winter ist und somit noch kein Freibad geöffnet hat. Von der Möglichkeit, im Hallenbad mit gut 20 Rentnern schwimmen zu gehen, haben wir mal ganz stark abgesehen und ich denke Gründe hierfür muss ich nicht weiter erläutern. Somit bewegten wir uns wieder zurück Richtung Hotel und sonnten uns in einem nahe gelegenem Park. Am Abend war es denn endlich soweit, dass die gesamte Mannschaft inklusive Delegation und uns das Stadion in Getafe betrat. Bei dem Gang durch die Katakomben, dem Anblick des super Rasens und der Stadionränge überkam mir persönlich eine Riesenlust, selbst auf diesem Platz zu stehen und Großes zu leisten. Und ich hoffte nur, dass es den anderen genauso geht und wir morgen den Pott nach Potsdam holen!!! Nach einer einstündigen Trainingseinheit ging es wieder zurück ins Hotel und die meisten gingen relativ früh schlafen, um sich optimal auf das morgige Spektakel vorzubereiten. Die „Reisegruppe Sunshine“ hatte diese Verpflichtung natürlich nicht und somit chillten Lena und ich zusammen mit unserer medizinischen Abteilung im Physioraum und erzählten uns einige witzige Anekdoten und hatten dabei eine Menge Spaß.
Donnerstag, 20.05.2010
Der Morgen gestaltete sich wie der gestrige, zuerst hieß es, die müden Knochen, noch vor dem Frühstück, bei einem lockeren Läufchen zu aktivieren. Anzumerken ist hierbei, dass unsere Gruppe rapide geschrumpft war und nur noch aus Lena, Matze und mir bestand. Der Rest hatte wohl vergessen sich den Wecker zu stellen ;-). Nach dem Frühstück machte sich die Mannschaft auf den Weg zu einer kleinen Halle, um sich dort ein bisschen zubewegen. Wir ließen das Team dabei allein, damit sie sich ganz in Ruhe auf das Spiel am Abend vorbereiten können. Somit hatten wir eine gute Stunde Zeit für uns, die wir unterschiedlich nutzten. Nicky lag im Bett, weil sie sich nicht so gut fühlte, ich habe mir mein Laptop geschnappt und ein bisschen was für die Uni gemacht und der Rest der Bande – sprich Brosi, Lena, Sandra und Tini – haben sich die Sportklamotten übergestreift und sind los, eine Runde rennen. Nach dem Mittag haben sich fast alle in ihre Zimmer zurückgezogen und nochmal Kraft getankt für das Spiel am Abend. Für die „Reisegruppe Sunshine“ war dies optimal, denn wir wollten noch in Ruhe einige Banner zur Anfeuerung des Teams beschriften. Also kauften wir Bettlaken & Sprühfarben und zogen uns in eine kleine Straße direkt neben dem Hotel zurück. Nach gut einer Stunde kreativen Denkens, Malens und Schneidens war es endlich soweit. Das Resultat waren einige besprühte Hände, zwei leere Sprühdosen und vier coole Banner :-).
Um 18:45 Uhr war denn endlich Abfahrt nach Getafe und vorm Mannschaftsbus standen noch einmal Familie & Freude aufgereiht, die allen Spielerinnen reichlich Erfolg wünschten. Die Busfahrt war nicht wirklich ereignisreich, man hat sehr die Anspannung aller gespürt und die meisten Spielerinnen hörten Musik, nuckelten aus Nervosität an ihren Trinkflaschen oder wackelten mit ihren Beinen. Im Stadion angekommen, trennten sich die Wege der Mannschaft und der „Reisegruppe Sunshine“. Während sich das Team umzog und die letzten Vorbereitungen auf das Spiel traf, suchten wir nach einer geeigneten Stelle für unsere Banner und setzen uns anschließend auf unsere Plätze. Um genau 20:30 Uhr wurde dann endlich das Finale angepfiffen und mit unseren lautstarken Fans im Rücken waren wir uns alle sicher, dieses Spiel gewinnen zu können. Nach den ersten hart umkämpften 45 Minuten mussten wir leider feststellen, dass wir noch nicht so ganz zu unserem Spiel gefunden haben. Außerdem ärgerten wir uns kräftig darüber, was die finnische Schiedsrichterin für ein Dreck gepfiffen hat. Doch all das spielte spätestens in der 60. Minute keine Rolle mehr, als Tabi plötzlich vorm Tor der Lyoner auftaucht und einen Querpass von Lira nur noch über die Linie schieben bräuchte. Danach stieg die Spannung immer mehr an und uns blieb einfach nix anderes übrig als ständig aufzuspringen, die Mannschaft anzufeuern und so unsere Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Nach 120 Minuten fühlte ich mich, als hätte ich selbst dort unten auf dem Platz gestanden. Schwitzige Hände, ein erhöhter Herzschlag und eine völlig demolierte Wasserflasche sprechen wohl Bände und das Spiel war längst noch nicht vorbei, denn das Highlight stand ja noch aus. Wer bei einem 11-Meter-Schießen gewinnen möchte, braucht meist eine Menge Glück und das scheinen wir wohl gehabt zu haben. Der Grund hierfür könnte durchaus sein, dass Brosi beim Läufchen am Vormittag in einen ordentlichen Haufen Hundescheiße gelaufen ist und das bringt ja bekanntlich Glück ;-). Zum Elfer-Krimi will bzw. kann ich gar nicht mehr viel sagen, denn was wir dort alle durchmachen mussten, lässt sich nicht in Worte fassen und ist einfach nur unglaublich geil gewesen.
Die Party danach war ebenfalls ein absoluter Erfolg. Wir feierten zusammen mit Sponsoren, Familien & Freunden in einer super Location und wollten gar nicht mehr aufhören. Besonders toll war der Einmarsch in das Lokal, wo sämtliche Eltern, Großeltern und Freunde für das gesamte Team Spalier standen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese Geste. Ansonsten wurde natürlich ausgiebig gefeiert, bei einer Menge alkoholischen Getränken und mehr oder weniger gut aussehenden Tanzeinlagen :-) und Gesangseinlagen. Um 6 Uhr war denn zunächst Schluss mit Party und der Bus fuhr uns zurück zum Hotel, wo der harte Kern noch weiterfeierte. So trafen sich einige Spielerinnen und die medizinische Abteilung im Physioraum, tranken Wein und zappelten zur Musik von DJ Spritze (so betitelte sich der Doc, der mit seinem IPod nochmal ordentlich einheizte :-D).
Freitag, 21.05.2010
Am Morgen nach der dicken Sause sahen alle noch ein wenig zerknautscht im Gesicht aus. Und nicht nur ich hatte mir überlegt, die Gurken lieber ins Gesicht anstatt aufs Brötchen zu legen ;-). Doch schnell hieß es sich von der langen Partynacht zu erholen, da eine Stadtrundfahrt durch Madrid auf dem Plan stand. Scharfer Start zur Tour war bereits um 15:00 Uhr und bewaffnet mit einem Fotoapparat, Stadtplan und natürlich der Sonnenbrille, ging es bei herrlichem Wetter auf nach Madrid. Die Tour durch Madrid City wurde von unserer Dolmetscherin Blanca durchgeführt und sie erzählte uns einige feine Anekdoten und sorgte somit für gute Stimmung an Bord des Busses :-). Nach einer einstündigen Tour hatten wir gute 2 Stunden Freizeit, die wir ganz individuell genutzt haben. Einige gingen rüber zum traditionellen Schinkenmuseum, andere schafften es gerade mal bis zum nächsten Starbucks, um dort endlich mal einen guten Kaffee zu bekommen. Ich schnappte mir meine Atzen (Ulla, Caro, Schu, Tabi) sowie Babs und Viola und ging mit ihnen in den Retiro Park um dort in der Sonne zu chillen und nochmal die letzte Partynacht auszuwerten. Anschließend ging es zurück ins Hotel und am Abend versammelte sich die gesamte Truppe, um den Partymarathon fortzusetzen. In der Fußgängerzone der bescheidenen Stadt Fuenlabrada fanden wir ein geeignetes Lokal, stellten schnell ein paar Tische zusammen und genossen den Abend bei Sangria, Cocktails, Bier und auch Kaffee. Trotz der Müdigkeit vom Vortag war die Stimmung absolut Bombe und daran trugen besonders Brosi, Schu, Kess und Jezz bei, die ganz spontan die Flirtserie „Herzblatt“ nachspielten und somit einigen von uns Freudentränen in die Augen zauberten. Vielen Dank dafür, ich hab es sehr genossen :-D . Für die meisten endete der Abend gegen Mitternacht, doch wie die Tage zuvor kristallisierte sich ein kleines Grüppchen heraus, die noch nix von der Müdigkeit verspürte und die Nacht zum Tage machte. So traf man sich in Zimmer 312 und köpfte einige Weinflaschen, tanzte zu guter Musik und erzählte sich lustige Geschichten aus dem Alltag. Gegen 5 Uhr morgens waren auch dort die Akkus leer und man bewegte sich so langsam Richtung Bett.
Samstag, 22.05.2010
Nach gerademal zwei Stunden Schlaf klingelte schon wieder der Wecker und ich benötigte einige Minuten, um zu verstehen, was genau ich jetzt vorhabe. Wie in Trance zog ich mir die Sportklamotten an und fuhr runter in die Hotellobby, um von dort mit meiner „Reisegruppe Sunshine“ zu einem kleinen Läufchen aufzubrechen. Anschließend stand Frühstück auf den Plan und nach einem frischgepressten Orangensaft und zwei Tassen Kaffee war ich topfit für den geplanten Trip nach Madrid. Fast die gesamte Mannschaft hatte sich als Ziel genommen, nochmal die Stadt zu erkunden und shoppen zu gehen (was den meisten wohl erfolgreich gelungen ist, da sie mit reichlich Tüten bewaffnet wieder den Weg zurück zum Hotel fanden). Ich hatte mich dafür entschieden, es eher ruhig angehen zu lassen und machte einen auf langweiligen Tourist, schaute mir die wichtigsten Spots in der Innenstadt an und chillte anschließend mit Ulla, Schu, Caro, Tabi, Tini und Sandra im Retiro Park. Offiziell lag am Samstag nix weiter an, außer das Champions League Finale der Männer, wofür wir von der Uefa extra Karten bekommen haben. Leider sind für die „Reisegruppe Sunshine“ keine Karten mehr über geblieben, also mussten wir wohl oder übel in Fuenlabrada das Spiel ansehen. Mit passenden Outfits (Oldschool Bayern Trikots, auf denen die Namen von Legenden wie Owen Hargreaves, Ze Roberto oder Jürgen Klinsmann abgedruckt waren :-)) bestückt, guckten Brosi, Lena, Sandra und Tini das Finale in einer Bar und sorgten dort als einzige Bayern-Fans für ordentliche Stimmung. Ich konnte mich nicht mehr motivieren, in eine Bar zu gehen und blieb somit im Hotel und wollte ein wenig den verpassten Schlaf der letzten Tage nachholen, was mir eher weniger gelang. Denn als einige Spielerinnen, die medizinische Abteilung und Delegation wieder aus Madrid zurückkamen, ging es nochmal in eine kleine Tapas-Bar direkt neben dem Hotel. Dort wurde einmal die komplette Karte bestellt und der Tisch füllte sich mit reichlich Leckereien. Zum Abschluss gab es einen guten Verdauungsschnaps, der einigen die Augen verdrehte und das komplette Gesicht verzog (hast de gut ausgesucht Doc :-D). Danach entschlossen wir uns, wiedermal die Nacht zum Tage zu machen und verbrachten den letzten gemeinsamen Abend in einem Hotelzimmer. Dank einiger Flaschen Wein und Bier, der Musik vom DJ Spritze und unser ausdauernder Feierlaune wurde auch dieser Abend ein voller Erfolg und musste abgebrochen werden, als um 6:00 Uhr morgens unser Taxi zum Flughafen vorm Hotel stand. Zu der Uhrzeit befanden sich einige Spielerinnen der Mannschaft noch mitten im Madrider Nachtleben und feierten laut Aussage noch ausgiebig den Titel.
Sonntag, 23.05.2010
Für die „Reisegruppe Sunshine“ endete das Abenteuer Madrid schon am frühen Sonntagmorgen. Eigentlich war geplant, dass wir alle zusammen zurückfliegen. Doch leider ist da wohl was bei der Planung schiefgegangen. Aber kein Problem, denn für uns war es schon ein Mega-Erfolg überhaupt bei dem Spektakel in Madrid dabei sein zu dürfen. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen von Brosi, Lena, Nicky, Sandra, Tini und mir herzlich bei der Mannschaft bedanken, die uns zum einen diese Reise finanziert hat und dank 120 Minuten harten Kampfes inklusive Elfmeterkrimi um einige Jahre Altern ließ ;-). Wir sind stolz auf euch und danken für die schönen Tage in Madrid und hoffen ihr hattet mit uns genauso viel Spaß. Außerdem ein dickes Dankeschön an die Leute hinterm Team, die alles bestens organisiert haben und somit den Aufenthalt in Madrid als sehr angenehm gestalteten.
So, das waren die Tage der „Reisegruppe Sunshine“ in Madrid.
Liebe Grüße,
eure Joschi
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Mai
26 (Mi)
2010 | Yuki Nagasato |
Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich mit Potsdam die Champions League gewonnen habe. Gleich am Tag nach dem Finale ging es für mich über Amsterdam nach China, wo die Nationalmannschaft schon auf mich wartete. Noch bis Ende Mai findet dort der Asia Cup statt. Das Ziel der „Nadeshiko“, so nennt man uns in Japan, ist die Qualifikation für die WM 2011 in Deutschland. Das wäre ein Traum, auch mein ganz persönlicher Traum. Und deshalb hieß es mich nach den tollen Tagen in Madrid und dem fantastischen Sieg im Finale, schnell umzuschalten und ab sofort volle Konzentration auf die Nationalmannschaft zu legen.
Wenn ich zurückdenke, ist es schwer zu fassen, dass ich nach Potsdam gekommen bin und mit der Mannschaft wenig später zwei große Titel gewonnen habe. Das hat mich überrascht, denn damit konnte ich einfach nicht rechnen.
Ich denke, ich konnte nur einen kleinen Teil zum Gewinn der Meisterschaft beitragen, denn ich stieß erst vor wenigen Monaten zur Mannschaft. Jedoch waren diese letzten Wochen und Monate für mich eine herrliche Erfahrung. Die Umstellung von Japan nach Deutschland war nicht einfach. Es ist das erste Mal, dass ich weit weg von zu Hause bin, hier ist alles anders, die Kultur, die Mentalität, die Menschen, die Sprache. Es war am Anfang nicht einfach, mich schnell umzugewöhnen. Inzwischen bin ich aber gut in die Mannschaft hineingewachsen und integriert und ich fange auch an, den deutschen Weg des Denkens immer besser zu verstehen und gewöhne mich an die Kultur hier in Deutschland.
Sofort, als ich nach Potsdam kam, habe ich angefangen, an der Sprachschule der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft in Potsdam den Deutschunterricht zu besuchen. Das nehme ich sehr ernst, weil ich die deutsche Sprache gut erlernen möchte, um mich besser verständigen zu können. Ich habe schon in Japan an der Universität für ein halbes Jahr Deutschunterricht gehabt, aber jetzt lerne ich die Sprache viel intensiver. Nicht nur die Sprache, auch die deutsche Kultur möchte ich noch besser kennenlernen. Am wichtigsten ist es mir jedoch, mich als Mensch und fußballerisch weiterzuentwickeln.
Ich bin sehr glücklich und stolz darüber, dass ich ein Teil dieser Mannschaft sein darf und ich freue mich auf die nächsten Jahre, die ich bei Turbine sein kann.
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Mai
25 (Di)
2010 | Marie-Louise Bagehorn |
So nah und doch so fern...
Es ist nun schon 5 Tage her, dass ich die Mannschaft verlassen musste, um nun das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen und die U19 Europameisterschaft zu spielen.
Ohne ein Auge zugemacht zu haben ging es direkt von der Feier des Finales zum Hotel und dann zum Flughafen. Felix und ich waren beide total traurig, in so einem schönen Moment die Mannschaft verlassen zu müssen. Endlich war es soweit gewesen, der ganze Druck und die Anspannung der letzten Wochen hätte nun abfallen können und es war Zeit, die glorreiche Saison zu feiern, aber leider nicht für uns. Wir mussten uns nun auf die nächste Aufgabe konzentrieren und auf so einiges verzichten. Mit Tränen in den Augen ging es also nach Frankfurt.
Dort angekommen verflog die Trauer, denn jetzt hieß es, eine Europameisterschaft spielen zu dürfen und natürlich das Ziel zu haben, diese auch zu gewinnen ;). Samstag ging es wirklich sehr früh zum Flughafen und über Ljubljana ins mazedonische Skopje. Felix ist ja dann doch kurzfristig nach Hause gefahren und so musste ich dann alleine über die grandiosen Tage in Spanien berichten, alle waren neidisch ;). Die Championsleague-Medaille liegt übrigens auf meinem Nachttisch, so habe ich sie immer vor Augen und sie erinnert mich an die Tage in Madrid und überhaupt alles, was wir mit der Mannschaft in dieser Saison geschafft und erlebt haben.
Kaum im Hotel angekommen ging es dann auch schon auf den Trainingsplatz. Das Hotel ist wirklich sehr schön und wir haben Wlan auf dem Zimmer, worüber sich natürlich jeder ganz besonders freute. So konnte ich doch ein wenig an den restlichen Urlaubstagen in Spanien teilhaben. Am Samstagabend guckte ich natürlich das Championsleaguefinale der Männer, leider nur im TV und vor allem mit mazedonischem Kommentar, aber so viel hab ich ja dann doch nicht verpasst. Wir alle wissen ja wie das Spiel ausging.
Sonntag bereiteten wir uns dann auf das erste Spiel gegen Italien vor. Ich freute mich natürlich total. Montag war es dann endlich so weit und die EM konnte beginnen. Ich wusste gleich von Anfang an, dass wir das Spiel gewinnen. Das Team ist wirklich super. Wir verstehen uns auf dem Platz genauso gut wie abseits des Feldes und somit schlugen wir die Italienerinnen mit 4:1, wobei ich sogar auch ins Tor traf ;). Heute, einen Tag nach dem Spiel, habe ich endlich mal den ganzen Schlaf nachgeholt, somit den halben Tag geschlafen und nebenbei wurde ich noch ein wenig gepflegt.
Am Donnerstag spielen wir gegen Schottland und können dann schon den Halbfinaleinzug perfekt machen. Ich weiß genau, dass wir das Zeug dazu haben, es wirklich weit zu schaffen. Außerdem möchte ich, wenn ich wieder nach Deutschland komme, das Feiern nachholen. Am liebsten natürlich als Europameisterin.
Llieben Gruß nach Potsdam, vor allem an die Mannschaft und an alle anderen.
Drückt die Daumen,
Loui ;)
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Mai
24 (Mo)
2010 | Carolin Schiewe |
Wieder in der Heimat!!
Zurück in Potsdam ließen wir den späten Abend oder eigentlich schon den angebrochenen Montag noch gemeinsam ausklingen, bevor alle in ihre heimischen Betten fielen.
Der Montagvormittag wurde erstmal genutzt, um ein bisschen den verpassten Schlaf von den Tagen in Madrid nachzuholen. Leider hat es nicht ganz gereicht. ;-)
Nach dem ''Frühstück'' hieß es dann Taschenwechsel. Die eine Tasche auspacken und die nächste musste schon wieder gepackt werden, für das U-23 Länderspiel gegen die USA in Marburg.
14 Uhr wurden wir dann herzlich von zahlreichen Turbine-Fans am „Brandenburger Tor“ in Potsdam empfangen. An dieser Stelle vielen Dank für euer kommen und eure Unterstützung in dieser Saison. Gemeinsam feierten wir noch mit den Fans, präsentierten unsere Trophäen und gaben noch Autogramme. Die waren so begehrt, dass meine schon innerhalb weniger Minuten alle waren. ;-)
Aber irgendwann hat jedes Schöne ein Ende. Josi, Isy, Ulla und ich fuhren dann noch am späten Nachmittag nach Marburg, nachdem wir vorher noch einen kurzen Abstecher zu „Starbucks“ gemacht hatten. Volltrunken mit Kaffee machten wir uns also auf den Weg. Nach einem überraschenden Hagelschauer, der die Autobahn kurz mal ruhig stellte, und unzähligen Pausen kamen wir dann doch noch irgendwann heile an.
Jetzt heißt es wieder Konzentration hochfahren und am Mittwoch die Amis schlagen.
Viele liebe Grüße
Eure Caro
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Mai
23 (So)
2010 | Desirée Schumann & Jessica Wich |
Ein sonniges Hallo an „Alle“
Heute ist der Abreisetag, der für uns zu unterschiedlichen Zeitpunkten begann. Während die einen noch den Schlaf der durchzechten Nacht nachholten, genossen die anderen bereits ein ausgewogenes Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft. Bereits um 12.00 Uhr mussten wir das Hotelzimmer räumen und das leidige Einpacken kam auf uns zu. Nachdem alles verstaut war und auch Jezz all ihre Habseligkeiten in der Tasche hatten, fuhren wir mit dem Bus nach Toledo, der ehemaligen Hauptstadt von Spanien.
Dank unserer Reiseführerin Blanca konnten wir wunderschöne Eindrücke sammeln, trotzdem die Müdigkeit bei einigen zu zeitweiligem Kurzschlaf führte. Toledo faszinierte uns durch sein mittelalterliches Flair, die engen Gassen und die verzierten Häuser, Kirchen und Torbögen. Der steile Anstieg in die Innenstadt bereitete vor allem Desi einige Probleme, wo doch ihre Füße immer noch ganz wund und geschwollen vom Tanzen waren :-) Nachdem wir noch gemeinsam durch einige Gassen schlenderten, trennten sich dann unsere Wege und wir gingen mit unserer Reisegruppe (Josi, Keßi, Nadine und Blanca) in einem spanischen Restaurante essen. Es schmeckte hervorragend und die Gastfreundlichkeit stimmte ebenfalls =) Mit gut gefüllten Bäuchen begannen wir den „Abstieg“ und gesellten uns zum Rest der Mannschaft in den Park, um uns zu sonnen oder ein Eis zu genießen. Um 17.00 Uhr stiegen wir dann in unseren Bus und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Bevor wir eincheckten und unsere Taschen abgaben, holten wir natürlich alle noch unsere langen Hosen und Pullis raus und steckten die Flipflops in die Reisetasche.
Nachdem wir dann eingecheckt hatten, trafen wir Oli Pocher. In Madrid war also alles vertreten. =)
Im Flugzeug sammelten wir dann noch unsere letzten Glückwünsche und dann gings ab in die Heimat.
Wunderschöne Tage mit wunderschönen Ereignissen. Wir glauben, das sollten wir nächstes Jahr einfach nochmal machen.
Also dann, hoffentlich bis morgen =) Wir zählen auf euch!
Liebste Grüße,
eure Desi & Jezz
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Mai
22 (Sa)
2010 | Nadine Keßler |
Hey Leute...
so langsam kann man endlich realisieren, was für ein Wahnsinn Donnerstag Abend abgegangen ist..... wir sind der erste Champions League Sieger aller Zeiten :) Auf diesem Wege möchte ich euch nochmal herzlich für eure Unterstützung danken.. ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.
Der heutige Tag steht uns zunächst individuell zu Verfügung. Einige haben den Tag mit Frühsport begonnen, andere einfach endlich mal den Schlaf nachgeholt von der finalen Party. Mittags ist der größte Teil nach Madrid gereist. Meine Reisegruppe Lauri, Jezz und Josi bevorzugen es, in der spanischen Hauptstadt unser letztes Geld auf den Kopf zu hauen. Naja was tut man nicht alles, um sich gut zu fühlen. Jede Frau kann das sicherlich nachvollziehen ;) In einem großen Shopping-Center und bei Zara konnten unsere Wünsche letztendlich auch erfüllt werden.
Viele von unserem Team haben sich aber auch mit den Sehenswürdigkeiten dieser tollen Stadt beschäftigt. Man kann also sehen, wie unterschiedlich Prioritäten gesetzt werden können :)
Um 17.30 haben wir uns alle nochmal Zum Abendessen getroffen und sind danach endlich ins Santiago Bernabeu Stadion gefahren. Ein Highlight jagte das andere. Aber dieses bleibt ebenfalls unvergesslich. Der erste Augenblick, als wir das Stadion betraten, war überwältigend.. diese Kulisse - einfach ein Traum! Rund ums Stadion bewegten sich gigantische Menschenmassen. Alle verfolgen eine Mission, und zwar mit voller Hingabe ihre Mannschaft zu unterstützen. Da wird man als Fußballerin echt neidisch, wobei man absolut sagen muss, dass unser Finale ebenfalls hervorragend organisiert und besucht war! Nur leider konnte Bayern nicht den zweiten Champions League Titel für Deutschland mit nach Hause nehmen. Die Italiener waren sehr clever vor dem Tor und Bayern leider nicht zwingend genug! Trotzdem muss man anerkennen, dass die Bayernfans bis zum Schluss alles gegeben haben und sie ihre Mannschaft nach dem Spiel auch als Zweiten gefeiert haben! Was mir ebenfalls positiv auffiel war, dass ich keine einzige negative Auseinandersetzung zwischen den Bayern und Mailand gesehen habe. Sowohl die Mannschaften als auch die Fans waren äußerst fair!
Egal ob wir bei unserem Finale aktiv teilgenommen haben oder im Bernabeu nur als Zuschauer – man hat in beiden Fällen gemerkt, dass Fußball einfach das Größte auf der Welt ist.. es verbindet und es macht Spaß. In solchen Momenten merkt man, dass sich Herr Schröders Training lohnt :)
Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Einblick über unseren vorletzten Tag in Madrid geben. Danke nochmal für alles.. wir sehen uns Montag ...
Liebe Grüße, eure Keßi
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Mai
21 (Fr)
2010 | Lira Bajramaj |
Hallo liebe Fans heute bin ich dran :-)
Nach dem so geilen Spiel und Sieg von uns, haben wir erstmal in der Kabine schön gefeiert. Wir mussten uns aber schnell fertig machen, da unsere Eltern und Freunde auf uns gewartet haben, um anschließend alle zusammen mit dem Bus zur Siegesfeier zu fahren. Dort haben wir erstmal eine Kleinigkeit gegessen und dann ging es auch schon ab.
Anja hat dem DJ ihre CD gegeben und schon waren die ersten auf der Tanzfläche :-) Es hat auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht… Afro, Coco und ich waren allerdings die ersten, die um 4.00 Uhr auch schon abgehauen sind, weil wir schon sehr müde waren. Viele waren erst um 6.30 im Bett :-)
Zum Frühstück mussten wir zum Glück nicht, da haben wir erstmal ausgeschlafen. Am späten Nachmittag sind wir zusammen nach Madrid gefahren und haben eine Stadtrundfahrt gemacht. Blanca, unsere Dolmetscherin, hat uns alles gezeigt… viele hat es interessiert, einige nicht so.. danach hatten wir noch etwas Zeit für uns, um ein bisschen zu shoppen (Coco und ich haben erstmal viel geshoppt).
Am Abend haben wir uns Mädels nochmal getroffen und sind was trinken gegangen… es wurde viel gelacht und geredet, vor allem über unser Spiel. Ich glaube so ein Erlebnis werden wir nie vergessen. Wir sind alle sehr sehr happy und ich bin sehr froh, dass ich in so
einem Team spiele. Es macht einfach nur Spaß.
Ein Mega-Dankeschön auch an die geilsten Fans der Welt, ihr habt eine geile Stimmung gemacht und habt dazu beigetragen, dass wir Champions
League Sieger sind.
Liebe Grüße aus Madrid.
Eure Lira
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Mai
20 (Do)
2010 | Tabea Kemme |
Hallo Leute,
heut habe ich die Ehre, den vielleicht schönsten Tag der Saison mit euch teilen zu dürfen. Zur Ärgernis der Lehrer, heut mal keine Gedichtsinterpretation oder Analyse, sondern volle Konzentration auf das Spiel des Jahres =) Tja wie ihr alle wisst, haben wir heute die Chance die beste Mannschaft für das Jahr 2010 in ganz Europa zu werden.
9.30 Uhr war Frühstück angesagt, sprich ich konnte ein bisschen ausschlafen und war damit topfit fürs Spiel =) Nach der Stärkung ging es gleich zur kurzen, knackigen Einheit in einer Halle samt spanischen Flair. Wir bildeten Teams und zockten ein bisschen Fußball und Basketball, wobei der Trainerstab immer ein Auge auf uns hatte. Wobei sie, genauso wie unsere Physios und der Doc, von der heißen Yogagruppe in der anderen Hallenhälfte sehr beeindruckt schienen ;) Damit ihre Unachtsamkeit nicht so auf fiel, haben wir das Programm leicht geändert und unsere Bikinifigur in Form gebracht =)
Am Nachmittag hatten wir dann frei und konnten unsere Spielvorbereitung selbst gestalten. Das habe ich mit meinem Lieblingshobby dem Schlafen verbracht ;) Nachdem ich dann noch kurz bei der Physio war, haben sich einige von uns mit gewissen Kartenspiel Uno gebattelt =) Zur Verwunderung aller Beteiligten habe ich alle abgezogen =) Gut gelaunt und mit wenig Nervosität ging ich zur Besprechung, wo ein Motivationsvideo auf uns wartete. Nach dem Zusammenschnitt der Höhepunkte dieser Saison ging dann doch ein leichtes Kribbeln durch den Körper und spiegelte die Bedeutsamkeit dieses Spiels wieder.
18.45 Uhr ging es dann endlich los Richtung Stadion, natürlich mit Polizeieskorte =) Unsere schönen Anzüge, inklusive der Bluse nach italienischem Modestil designed, wurden dabei noch mal zu Schau gegeben. Wie immer habe ich Michael Jackson gehört um mich in Stimmung zu bringen, wobei diesmal etwas anders war, denn wir wurden von mehreren hunderten Zuschauern empfangen =) Aber sonst behielten wir unsere Normalität vor dem Spiel bei, um die Nervosität im Rahmen zu halten ;)
20.30 Uhr war endlich Anpfiff =)
………..
Nach einem heißen hin und her im Spiel und einer knallharten Verlängerung ging es dann ins Elfmeterschießen. Ich war mittlerweile nicht mehr auf dem Platz, sondern stand mit dem restlichen Team, zitternd neben Caro, an der Seitenlinie. Es schien die Welt unterzugehen, da unser Traum kurz vorm Ende zu platzten drohte. Doch ein Blick in unseren Gesichter und auf die Plakate, die unsere Reisegruppe Sonnenschein mit Liebe angefertigt haben, gab uns Kraft und den Glauben an unsere Stärke zurück =) Und tatsächlich gelang uns das Unfassbare - wir sind Champions Legaue Sieger!!!!! =) Der krönende Abschluss dieses Ereignisses war die Übergabe der erstmaligen Ausgabe dieser Trophäe, welches mit einem traumhaften Feuerwerk begleitet wurde. Dabei flossen Tränen bei den Heulsusen - ne Anja da war doch was =)
Weiter ging es mit einer Sektdusche, die ohne Caro und Jenny ablief, da sie zur Dopingkontrolle mussten =( Das werden wir aber sicher am Abend nachholen ;) Doch mehr zur Feier des Tages werdet ihr morgen lesen...
Also genießt den Abend bzw. die angebrochene Nacht!!!
Liebe Grüße Tabea
PS. Vielen Danke an meine persönliche Sekretärin Ulla, die trotz erster Alkoholeinflüsse meine kreativen Gedankengänge festhielt =)
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Mai
19 (Mi)
2010 | Anna Felicitas Sarholz |
Hy Leute,
heut hab ich also die Ehre, euch von uns zu berichten =)
Nach kurzer Flugzeit gestern und echt einem entspannten Tagesausklang mit Kartenspielen (obwohl es in Spanien in der Öffentlichkeit verboten ist !) gab es heute Morgen um 9.30 Uhr Frühstück. Danach einen lockeren Lauf zu einem nahegelegenen Park. Dort teilten wir uns in 3 kleine Grüppchen, um ziemlich entspannt 5 gegen 2 zu spielen. Anschließend ging es auch zurück ins Hotel zum Duschen und Mittagessen.
Danach war mal wieder Freizeit angesagt,, die auch ganz unterschiedlich genutzt wurde. Einige gingen raus und schauten sich in der Umgebung um, andere saßen sehr vorbildlich in der Lobby und machten Aufgaben für die Schule oder UNI (sehr lobenswert z.B. Ulla). Ich für meinen Teil saß auch in der Lobby und schrieb per Internet mit meinen Lieben daheim, an der Stelle nochmal liebe Grüße an meinen Glücksbringer, Sascha, und meine große Schwester =) Denkt dran - Daumen drücken ist angesagt!!!
Joa, um 16 Uhr gab es dann auch schon wieder Essen, Kaffee und Kuchen. Direkt im Anschluss eine kleine Videoanalyse vom morgigen Gegner… mittlerweile hatten sich auch jede Menge Kamerateams eingefunden und auch viele altbekannte Reporter aus Potsdam und Umgebung, die uns auf Schritt und Tritt begleiten, waren anwesend. Danach machte ich mich auf den Weg ins benachbarte Einkaufszentrum, um meinem alten Ritual treu zu bleiben und mir aus jedem Land, wo ich bisher war, eine Mütze mitzubringen… Ich glaube, Mützen sind meine größte Schwäche =) Eigentlich wollte ich auch Postkarten kaufen , was aber nicht so ganz gelungen ist. Denn es gab nur Modelle von Real Madrid oder FC Barcelona und ich will nicht unbedingt Karten von Christiano Ronaldo oder Benzema nach Deutschland schicken. Also werde ich wohl oder übel nochmal los müssen, um ein paar vernünftige Karten zu organisieren…
So ist die Stimmung auch sehr gut und vor allem sehr entspannt und konzentriert auf die morgige Aufgabe. Was sich auch im heutigen Training gezeigt hat - mit der nötigen Anspannung und Lockerheit ging die Trainingszeit sehr schnell rum.
Das Stadion, in dem wir morgen spielen und heute Abend das offizielle Abschlusstraining hatten, ist schon imposant . Wenn sich das Munkeln, das das Spiel morgen ausverkauft sein soll, bestätigt, dann wird das morgen ein echtes Fußballfest. Allerdings gibt es einen kleinen Haken an der Story! Beim Torschuss gab es eine Spielerin, die ihren linken Hammer auspackte und einen Sitz hinter dem Tor aus der Befestigung schoss…. Loui Bagehorn vollbrachte diese Meisterleistung …. so können morgen anstatt 17.000 Leuten nur 16.999 zuschauen und einer hat einen exklusiv von Turbine Potsdam eingerichteten Stehplatz… =)
Gegen 21:30 Uhr ging es auch ganz entspannt zurück ins Hotel zum Duschen und Entspannen =)
Ich werde mich jetzt auch ins Bettchen machen, aktive Augenpflege betreiben und mich intensiv auf das Spiel vorbereiten =)
Ach ja, eine Aufgabe habe ich für euch alle morgen: bitte alle Daumen drücken die ihr habt und dann wird das schon =)
Sonnige Grüße Anna, Felix, Sara
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Mai
18 (Di)
2010 | Josephine Henning |
ERSTER REISETAG…
einer hoffentlich erfolgreichen Mission!
Um 4:00 Uhr ist Aufstehen angesagt, eigentlich zu früh für Anzug, Bluse und Pumps, oder besser gesagt, zu früh für alles – freu mich trotzdem – endlich geht’s los. Ich bin mir sicher, dass ich etwas vergessen habe, was genau, weiß ich allerdings noch nicht. Mit noch halb geschlossenen Augen und der 30-Kilo-Tasche im Auto fahre ich zur Kabine!
5:25 Uhr ist Abfahrt mit Rene und Bus vom Luftschiffhafen in Richtung Schönefeld mit ganz leichter Verspätung – nur ein vergessener Ausweis und ein fehlendes Portemonnaie, aber ich will hier keine Namen nennen.
6:0 0Uhr Morgens, die Fahrt ist ruhig und der Doc freut sich: „… das wir unsere Kapitänin an Bord haben“. Zwanzig Minuten später kommen wir am Flughafen an: Ausladen, zum Schalter gehen, Handy??? Nicht da!!! Nochmal zum Bus, wieder zurück, einchecken und durchatmen. Nach einem Kaffee geht’s durch die Kontrolle. Während ich meinen Ausweis suche sind andere mit viel Wichtigerem beschäftigt – Bibi kommt mit ihren Schulterpolstern nicht klar.
7:45 Uhr ist Abflug und um mich rum seh ich nur Bildzeitungen, etwas später sind schon die ersten Schlafbilder auf Facebook zu bewundern.
10:45 Uhr Ankunft nach einem guten Flug, ca. 23° - Hola Espania!
11:15 Uhr mit Gepäck ab in den Bus und mit Polizei-Eskorte fahren wir zum Hotel nach Fuenlabrada. Unterwegs rettet eine ältere Frau knapp ihren Gatten vor den Fahrkünsten unseres Busfahrers und ich sehe ein Plakat „Championsliguefinale“.
Um 13:00 Uhr gibt es Lunch, na ob das wohl alles so Glutenfree war? Anschließend kaufen wir mit Papa Matze Wasser für die Mädels im Supermarkt nebenan. Danach ist Freizeit oder auch Mittagsschlaf genannt.
Um 16:00 Uhr steht Kaffee bereit und wir schauen kurze Videosequenzen von Lyon.
17:00 Uhr entscheiden wir uns, dem Tag noch ein Highlight zu verpassen. Es steht Basketball und 5 gegen 2 zur Auswahl. Desi und Doc liefern sich einen innigen Zweikampf bei gefühlten 30°.
Punkt 19:00 Uhr sitzen wir mal wieder beim Essen und den restlichen Abend lässt jeder individuell ausklingen.
Ich hoffe, ihr seid mit voller Unterstützung dabei.
Mit Vorfreude auf die nächsten Tage,
eure Josi
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Mai
17 (Mo)
2010 | Isabel Kerschowski |
Hallo Leute,
heut bin ich an der Reihe, euch mal meinen Tagesablauf zu schildern.
Also, mein Tag hat schon um 5:30 Uhr begonnen, da ich heut morgen von meinen Eltern aus Berlin direkt zum Training (dass um 7:30 Uhr begonnen hat) gefahren bin! Das Training war körperlich echt anstrengend, da ich noch mit meinem Kopf im Bett lag ;-).
Nach dem Training haben wir die Anprobe unserer sehnlichst erwarteten Hosenanzüge gemacht ;-), da wir ja auch elegant in Madrid auftreten wollen... Anschließend sind wir dann zur Schneiderei gefahren und haben uns unsere Hosen umnähen lassen, weil einige nicht mit " Modelmaßen gesegnet sind"… Von da aus ging es dann für mich direkt ins Sterncenter, da ich dort noch einige Besorgungen für die Reise nach Madrid machen musste, die morgen endlich losgeht ;-)
Dann war auch schon die Mittagszeit angebrochen und ich habe mich spontan zum Mittagsessen mit meiner kleinen Schwester ;-) beim Chinesen verabredet… schließlich war sogar noch ein Kaffee bei Starbucks drin;-)
Dann haben wir uns auf dem Heimweg gemacht und dort ging der Stress erst richtig los.
Tasche packen war angesagt! Was muss mit, was bleibt hier und auf keinen Fall die kurzen Hosen vergessen. Aber im Endeffekt hat alles geklappt...
Da die Zeit immer noch nicht vergangen war, habe ich kurzfristig mit meiner Sister unsere neuen Blumen eingepflanzt und jetzt sieht es endlich nach Frühling aus ;-) So und dann stand auch schon um 17 Uhr wieder das zweite Training vor der Tür…
Nun gut Leute, da ihr ja jetzt wisst, wie ein Tag bei mir so abläuft werde ich mich jetzt verabschieden. Morgen früh klingelt der Wecker um 4:30 Uhr, aber das ist eine andere Geschichte und die wird euch Josi morgen erzählen.
Liebe Grüße eure Isy
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Mai
16 (So)
2010 | Viola Odebrecht |
Hallo an Alle,
bevor ich euch von meinem spannendem und sensationellem Tag erzähle: Happy Birthday an Frau Mittag. Ich wünsche dir alles Gute und nur das Beste und natürlich ein Tor am Donnerstag! :-)
So und jetzt zu dem angesprochenem Tag. Also eigentlich saß ich die ganze Zeit vor meinem Notebook und habe gearbeitet. Wie ihr seht war die obige Anspielung rein ironischer Natur und deshalb kann ich euch gar nichts Spannendes erzählen. Sogar das Handballspiel der Füchse, zu dem ich eigentlich heute wollte, musste ich aus Zeitmangel absagen.
Werde somit ein wenig Revue passieren lassen. Deutscher Meister ist natürlich eine Hausmarke. Wie eigentlich von Anfang an geplant, haben wir unser Ziel erreicht. Doch ärgert es mich, vor allem als ich das Pokalspiel gestern am TV verfolgt habe, dass wir nicht in Köln spielen durften, der einzige Wermutstropfen in dieser Saison, zumindest bis jetzt. Aber ich schaue optimistisch auf Donnerstag und bin mir sicher, wir holen die Trophäe nach Hause und setzen dann den Punkt auf dem I. Als ich mir die Aufstellung von Lyon angeschaut habe, kannte ich gerade mal eine Spielerin und nicht weil ich bereits gegen sie gespielt habe, sondern weil sie mal nach Potsdam kommen sollte oder wollte, dass dann aber nicht geklappt hat. Ich bin also komplett ahnungslos, was den Gegner angeht. Aber wir haben eine Videoaufzeichnung von dem Spiel Lyon gegen Umea, die wir uns noch anschauen werden und ich den Gegner dann kennenlerne – ein Glück! So komplett nichts wissend ist das schon komisch, obwohl es gleichzeitig auch spannend ist. Ich meine, in der Bundesliga kennt man sich, den Gegner, die Spieltaktik und die Umgebung, das ist jetzt anders. Also ich bin aufgeregt!
Gut das war´s, viel ist nicht passiert, also lasst uns hoffen, dass die Flüge fliegen und wir nicht mit dem Bus nach Madrid fahren müssen. Ich bete jeden Tag!
Bis die Tage…
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Mai
15 (Sa)
2010 | Stefanie Draws |
Hallöchen =)
Nach dem ihr ja erfahren habt, wie unsere letzte Woche so verlief und was Babs an ihrem freien Tag gemacht hat, werde ich euch nun berichten, wie ein freier Tag bei mir so aussieht.
Nach einem ausgiebigen Frühstück stand bei mir heute Shoppen auf dem Plan, wobei Frustshoppen beschreibt es vielleicht besser. Denn wie ihr alle wisst, ist Jenny nicht der einzige Fischkopf und Hansafan unter uns. Nach der 0:1-Niederlage gegen Ingolstadt im Relegationsspiel gestern wird die Kogge wohl doch untergehn =( Allerdings haben wir in dieser Saison ja schon selbst erlebt, dass man trotz eines 0:1 im Hinspiel im Rückspiel das Ganze nochmal drehen kann. Und Hansa kann im Rückspiel am Montag ja auf die Unterstützung der Fans zählen, die gestern in Ingolstadt ja nicht im Stadion sein durften. Wir selber wissen ja am besten, wie wichtig es ist, dass ihr uns anfeuert und uns das Gefühl gebt, dass wir nicht alleine aufm Platz stehen. Daher freuen wir uns jetzt schon alle auf Madrid, weil wir wissen, dass ihr auch da zahlreich erscheinen werdet und hinter uns steht.
Zurück zum Shoppen =) Das mach ich am liebsten mit Schu zusammen, denn immer wenn wir gemeinsam auf der Suche nach Klamotten sind, kommen wir am Ende mit einigen Tüten zurück. Wobei Schu meist bisschen übertreibt und doppelt so viele Tüten trägt wie ich =)
Aber wie ihr wisst folgt nach dem Vergnügen ja die Arbeit ;) Und da mein Studium – mittlerweile studiere ich im zweiten Semester Bauingenieurwesen an der FH Potsdam - die nächsten beiden Wochen wegen dem Fußball bisschen zu kurz kommt, muss ich meine freien Tage dafür opfern. Nach dem Vorentwurf von meinem Haus, besteht die Aufgabe nun darin es in einem kleinen Modell zu bauen. Das ist immer ein Kampf mit den Materialen und dem Kleber, dass könnt ihr euch nicht vorstellen. Naja jetzt tun mir halt nicht mehr die Beine vom Training weh, sondern die Arme =)
Tja und zum Abschluss des Tages standen ja noch das Frauen- und Männerpokalfinale auf dem Programm. Einige von uns waren ja live im Stadion und andere haben sich bei dem Wetter gedacht, dass es doch gemütlicher ist, es vorm TV zu schauen. Zu den letzteren gehör ich =) Ich denke, jeder von uns hat das Spiel heut mit einem weinenden Auge gesehen, denn da hätten auch wir stehen können. Doch das alles spielt jetzt keine Rolle mehr, denn vor allem nach den Bildern und Emotionen nach den Spielen, steigt die Freude auf unser Finale noch mehr an. Also lasst uns zusammen nach Madrid reisen und ähnliches bzw. noch überwältigendes erleben =)
Nun genießt das Restwochenende noch und wir sehen uns in alter Frische in Madrid =)
Eure Ulla
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Mai
14 (Fr)
2010 | Babett Peter |
Hallo Liebe Turbine Fans,
Mein Tag stand heute vollkommen unter dem Licht der Erholung. Zum ersten Mal in dieser Woche konnte ich gemeinsamen mit meinem kleinen Mops „JJ“ ausschlafen. Wir Turbinen haben heute einen trainingsfreien Tag eingelegt. Dies war nach der sehr anstrengenden Trainingswoche wohl ein Segen für alle Spielerinnen.
Die freie Zeit habe ich dazu genutzt, um mich um mein Studium an der Europäischen Sport Akademie Brandenburgs zu kümmern. Nach einigen Stunden gedanklicher Höchstleistung habe ich es mir auf der Brandenburger bei einem Kaffee gut gehen lassen. Danach ging es weiter in die Wellnessoase für eine einstündige Ganzkörpermassage. Aber ehrlich: Fehlanzeige. Während ich dachte zum ganzen Körper gehören Rücken, Arme, Ober- und Unterschenkel, wurde ich nun eines besseren belehrt. Zu einer Ganzkörpermassage zählt der Rücken, die Hände und die Waden. So ist der eine Teil zumindest halb regeneriert (wenn man streicheln als Sportlermassage werten kann) und die andere Hälfte noch unentspannt. Ein Tipp an alle, die sich auch mal eine Massage gönnen: Erkundigt euch, ob sich das Geld lohnt! Ich werde also bis Dienstag und auf die heilenden Hände unserer Physiotherapeuten warten, die ihr Fach nun mal am besten beherrschen.
Wo wir beim Thema wären: Am Dienstag geht’s los – Madrid wir kommen! Ich freu mich sehr auf das Finale und die Herausforderung, gegen eines der besten Teams Europas zu spielen. Gleichzeitig ist es auch ein nervöses Kribbeln, welches ich im Hinblick auf Donnerstag, den 20.05.10 habe. Ein unbekanntes Stadion, ein unbekanntes Umfeld, das ungewöhnliche Wetter (zumindest im Vergleich zu Deutschland) und der unbekannte Gegner sind viele Faktoren, die ungewiss und somit sehr spannend und aufregend sind. Vor allem die Mannschaft ist mit zahlreichen französischen und internationalen Nationalspielerinnen bestückt, die es gilt auszuschalten, um zu gewinnen. Schön zu wissen ist es, dass egal wo wir sind, ihr uns unterstützt, sowohl in Madrid als auch hier zu Hause. Ein Faktor, der wohl immer gleich zu bleiben scheint.
In dem Sinne wünsch ich euch ein schönes Wochenende.
Eure Babs
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Mai
13 (Do)
2010 | Bianca Schmidt |
Hallo liebe Leute,
heut ist es also meine Aufgabe, euch etwas vom heutigen Tag zu erzählen!!!!
Es ist kurz nach 9.30 Uhr und die erste Trainingseinheit ist geschafft. Da ich diese Woche die äußerst wichtige Aufgabe habe, mich mit meiner Balldienstgruppe Loui, Tabi und Lena darum zu kümmern, dass alle Trainingsutensilien auf dem Platz sind und auch jeder frisch gewaschene Sportsachen trägt, ist es nun Zeit, die Kabine auf Vordermann zu bringen… wo wir gerade bei „Mann“ sind – alles Liebe an unsere männlichen Fans zu ihrem Ehrentag :) ... Und da wir unsere Trainer hier nicht so sehr einspannen wollen, haben wir das zweite Training heute schon auf 12 Uhr gelegt :), damit sie sich auch noch auf‘s Fahrrad schwingen können :) ...
Nicht zu vergessen ist nach dem zweiten Training heute, dass dann die acht harten Trainingseinheiten in dieser Woche für uns geschafft sind und wir uns nun noch einmal drei schöne Tage machen können, bevor es ab Montag richtig ernst wird. Ernst war es allerdings auch schon diese Woche. Unser Trainer hat ja, wir ihr inzwischen wisst, das Training noch einmal angezogen. Die acht Einheiten in den vergangenen vier Tagen waren noch einmal ein echter „Härtetest“ und sollen uns den letzten Schliff für das Champions League Finale in Madrid geben. Auch der Montag wird noch einmal intensiv, und beginnt übrigens echt früh. Bereits um 7.30 Uhr erwartet uns „Schrödi“ ausgeschlafen auf dem Trainingsplatz. Dann übrigens noch früher als sonst, da fast alle unserer Spielerinnen anschließend noch Vorlesungen an der Uni, Schule oder andere berufliche Verpflichtungen haben. Da wir aber nur als Team funktionieren und dafür auch alle zusammen im Training mitziehen müssen und wollen, haben wir uns eben auf den sehr frühen Start in die Champions League Woche geeinigt. Natürlich ist 7.30 Uhr arg früh, aber irgendwie nehmen wir das gern in Kauf, da wir wissen, wofür wir das auf uns nehmen – das Finale in Madrid, auf das ich mich, so wie natürlich wir alle, schon riesig freue. Und dann ist der Dienstag auch schon ran, an dem wir – übrigens wieder äußerst früh – endlich nach Madrid abreisen.
Ich persönlich werde mich heute Nachmittag zu einem Überraschungsbesuch bei meinen Eltern auf den Weg nach Thüringen machen :). Bleibt nur noch abzuwarten, ob sie sich auch freuen ;). Naja, ich denke schon… Wenn ich zu Hause in Gera bin sehe ich übrigens endlich auch meinen „Meistermops“ wieder. Der lebt bei meinen Eltern, war aber mit meiner Mutter zum Bundesligaspiel gegen Neuenahr mit nach Potsdam gekommen und sozusagen dabei, als ich mein Tor gemacht habe. Überhaupt, dieses Tor. Es war schon ein besonderes, an das ich mich sicher noch lange und gern erinnern werde. Natürlich habe ich gehofft, in dieser Saison noch zu treffen. So einfach ist das ja nicht mehr, seit ich aus dem Angriff in die Abwehr gewechselt bin, wo ich mich inzwischen aber wirklich wohl fühle. Aber naja, ein Tor pro Saison muss schon drin sein ;). Aber wie gesagt, gerade als Abwehrspielerin ist das ja nicht mehr so einfach oder selbstverständlich. Dass es dann ausgerechnet in dem Spiel gegen Neuenahr geklappt, war natürlich besonders schön. Immerhin wollten wir die Meisterschaft endlich klar machen und brauchten dafür einfach ein einziges Tor. Die Schale war schon in Potsdam und es gibt doch nichts schöneres, als den Titel im eigenen Stadion vor dem Heimpublikum zu gewinnen. Natürlich hätte ich mich genauso für jede andere von uns gefreut, die getroffen hätte, denn am Ende zählt nur die Mannschaft. Als das Ding im Tor lag, konnte ich es im ersten Moment gar nicht richtig fassen, habe diesen kurzen Moment der überwältigenden Freude aber sehr genossen. Wie die Geschichte weiterging, wisst ihr ja selbst, viele von euch waren sicher live im Stadion dabei. Es ist ein tolles Gefühl, den Titel verteidigt zu haben, und das haben wir dann am Abend auch noch ordentlich gefeiert. Allerdings auch wirklich nur den einen Abend, denn auf uns warteten ja noch einige Aufgaben. Die letzten Tage haben wir uns also auf das große Finale in Madrid vorbereitet und können es nun kaum noch erwarten, bis es endlich losgeht Richtung Süden. Ich hoffe, dass möglichst viele von euch uns dann dort im Stadion oder vor dem Fernsehgerät unterstützen.
Gut, damit soll es das auch von mir gewesen sein. Habt noch einen schönen Tag und wir sehen uns dann in Getafe ;) bzw. vor dem Fernseher....
Viele Grüße,
eure Bianca
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Mai
12 (Mi)
2010 | Anja Mittag |
Hallo Liebe Fans & Freunde des 1.FFC Turbine Potsdam,
hier ist eure Anja Mittag.
Der heutige Tag begann mit dem morgendlichen Athletik-Training, doch was wie viel schöner war, Babett feierte heute Ihren 22. Geburtstag. Und wir konnten uns glücklich schätzen, denn von Babs gab es heute einen Vollkorn Apfelkuchen. Was uns aber nicht wirklich überraschte da sie in der Mannschaft sehr bekannt ist für Ihre durchaus gesunde Ernährung. So oder so besteht unsere Mannschaft aus lauter Naschkatzen. Wenn jemand von uns mal eine Tafel Schokolade mitbringt, wird die natürlich ganz mannschaftsdienlich geteilt und es dauert nicht lange bis wir nur noch das leere Stück Papier vorfinden ;-). Am meisten erwische ich jedoch Tabi beim naschen. Auch wenn sie das jetzt natürlich abstreiten wird. Wie gut das wir auch nach dem Training
ständig die Möglichkeit haben uns zu wiegen ;-)
Aber genug von der ganzen Nascherei. Bei uns steht im Moment sowieso nur das Champions League Finale und die anstehende Reise nach Madrid im Vordergrund. Doch bevor es losgeht, hat unser Trainer Herr Schröder für diese Woche noch mal extra viel Training angesetzt. Zur Belohnung gönnt er uns fürs Wochenende 3 trainingsfreie Tage. Die meisten nutzen Ihre freie Zeit zum Entspannen Zuhause bei Familie und Freunden. Andere schauen sich wiederum das Pokalfinale der Männer in Berlin an.
Aber egal wie jeder seine freien Tage verbringt hoffe ich, dass wir dieses einmalige und besondere Erlebnis in Getafe natürlich für uns entscheiden können und freu mich jetzt schon auf eure Unterstützung.
Also drückt uns kräftig die Daumen.
Viele Grüße eure Anja
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Mai
11 (Di)
2010 | Jenny Zietz |
Hallo Leute,
Bin gerade vom Früh-Training zurück.. also ich glaub, dass ich in meinem nächsten Leben vielleicht zumindest überlege, ob ich nochmal Fußball spiele. Unser Trainer hat aufgrund des bevorstehenden Championsleague Finales das Training nochmal angezogen.. das heißt, wir trainieren jeden Tag um 8 Uhr und um17 Uhr!
Das frühe Aufstehen und dann in den frühen Morgenstunden gleich Gas zu geben, ist manchmal schon eine kleine Überwindung :-) Manchen klebt noch die Zahnpasta auf dem Pullover und der Schlaf fällt erst beim Laufen aus den Augen.. Aber wir ziehen das alle durch, denn wir wollen die Championsleague gewinnen und dafür müssen wir hart trainieren, denn unser Gegner Lyon hat das gleiche Ziel und wir müssen auf dem Punkt fit sein! Das weiß jede Einzelne von uns und deswegen gibt es auch kein Murren und Meckern, sondern da ziehen wirklich alle mit! Das macht uns auch ein wenig stolz, denn welcher Verein hat die gesamte Mannschaft so früh zusammen? Ich glaub, weil wir auch alle so ehrgeizig sind, sind wir deutscher Meister geworden! Wir ruhen uns nicht aus, nur weil wir ganz gut mit dem Ball umgehen können, sondern wir wollen mehr! Wir wollen am 20. Mai 2010 in Getafe gewinnen!
Nach dem Spiel gegen Bad Neuenahr fiel erstmal ein wenig Anspannung ab, der letzte Sieg war schon der schwerste und Neuenahr hat es uns echt nicht leicht gemacht! Aber die haben gedacht, wenn sie Lira und Anja gut decken, dann treffen wir nicht. Doch wir sind ja ein Team mit dem gleichen Ziel und da springen dann einfach andere ein! Das Bianca gerade in so einem Spiel trifft, oder Tabbi und Loui jeweils direkt nach ihrer Einwechslung treffen, das kann nicht jede Mannschaft vorweisen :-) Wir treiben uns gegenseitig an, und deswegen sind wir auch schon so heiß auf dieses Finale! Der Weg dorthin war nicht leicht, aber wir haben es geschafft und wir haben das Ziel, mit dem Pokal zurück zu kommen, auch für unsere Fans und auch für all diejenigen, die im Hintergrund arbeiten! Vielleicht nicht hin und her laufen, aber deren Arbeit trotzdem wichtig ist für unsere Mannschaft und für unseren Verein!
So, es steht die zweite Trainingseinheit an, mit den Championsleague Bällen und die sind richtig geil. Adidasbälle extra für das Finale in Madrid, da hat man das Ziel auch visuell jeden Tag vor Augen!
Wenn man das noch braucht :-) Wir sehen uns ins Madrid!
Eure Jenny
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