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News | 03.12.2011 | 12:00 Uhr | 1. Mannschaft |

Deutsch-Kurs für „Torbienen“


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 Deutsch-Kurs für „Torbienen“
Antonia Göransson, Yuki Nagasato, Chantal de Ridder, Lidija Kulis, Sijce Andonova und Genoveva Anonma beim gemeinsamen Sprachunterricht.
Foto: Jan Kuppert
Genoveva Anonma hat ihren Kopf auf die linke Hand gestützt und lauscht den Worten von Dorota Reddemann. Die Dozentin der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) spricht über die Verwendung von Medikamenten. „Wann sollen die Tabletten eingenommen werden?“, fragt Reddemann in die Runde. Neben der Stürmerin vom Frauen-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam heißt es für Schwedens Antonia Göransson, die japanische Weltmeisterin Yuki Nagasato, Hollands Chantal de Ridder und Lidija Kulis (Bosnien und Herzegowina) sowie Sijce Andonova (Mazedonien) wie so oft Schulbank statt Sportplatz.

„Das sind normale Integrationskurse, die wir anbieten“, berichtet Kilian Kindelberger. Der 42 Jahre alte Hauptgeschäftsführer der BBAG erklärt, dass es verschiedene Kurs-Stufen gibt. „Wir schauen, wie die Voraussetzungen sind. In der Regel absolvieren die Teilnehmer, die von allen Kontinenten kommen, 600 Stunden in einem halben Jahr.“ So wie Yuki Nagasato. Die japanische Weltmeisterin hat unlängst die Abschlussprüfung bestanden. „Ich finde, dass der Kurs mich weitergebracht hat“, sagt Nagasato in einem guten Deutsch. Mit der sprachlichen Entwicklung der Angreiferin ist man in der Potsdamer Einrichtung zufrieden. „Wir wollen den Spielerinnen auch bei den alltäglichen Sorgen helfen“, so Kindelberger. „Nur das Fußballspielen können wir ihnen nicht abnehmen.“

Das müssen die Kickerinnen des deutschen Meisters am Sonntag (13 Uhr, Stadion am Brentanobad) im DFB-Pokal beim FFC Frankfurt wieder unter Beweis stellen. „Wir wollen siegen“, blickt Chantal de Ridder auf die Viertelfinal-Begegnung. „Wenn wir konzentriert spielen, gewinnen wir.“ Antonia Göransson hofft auf einen 2:0-Sieg in der Stadt der Banken. „Wir müssen gegen Frankfurt kämpfen und wieder ein frühes Tor schießen.“ Sie kann die deutsche Sprache gut verstehen. „Aber Deutsch ist schwer zu sprechen“, sagt die schwedische Nationalspielerin.

Turbine-Trainer Bernd Schröder geht davon aus, dass seine Spielerinnen wissen, was er von ihnen verlangt. „Wir gehen ganz unaufgeregt ins Spiel“, so der 69 Jahre alte Coach. „Wir sind noch bei der Analyse der Heimniederlage gegen Duisburg. Es ist am Sonntag ein wichtiges Spiel. Druck hat aber Frankfurt.“ Neben Patricia Hanebeck (krank) sind Viola Odebrecht, Babett Peter und Genoveva Anonma angeschlagen. „Ich habe Schmerzen am rechten Knöchel“, verrät Anonma.

Die Nationalspielerin Äquatorialguineas, die aber spielen kann, ist beeindruckt, was Dorota Reddemann erzählt. Vieles habe sie noch nicht gewusst. Anonma verrät, dass sie Deutsch besser lesen kann als sprechen, verstehen und schreiben. Dass soll sich bald ändern.

Info Das Spiel Frankfurt – Turbine wird live im Internet auf www.dfb-tv.de und www.hr-online.de übertragen.


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