Vor einer tollen Kulisse von 1800 Zuschauern endete am Mittwoch das zweite Testspiel der Saisonvorbereitung des 1. FFC Turbine Potsdam gegen Gastgeber FSV Einheit Ueckermünde mit einer knappen 2:3 (1:2)-Niederlage für die "Turbinen".
Das war eine tolle Kulisse. Wir hatten 1800 Zuschauer im Stadion, und die waren hellauf begeistert.Bernd Schröder, Trainer Turbine Potsdam
Dabei erzielte der Männer-Landesligist seinen Siegtreffer erst in allerletzter Sekunde. "Sehr ärgerlich", befand dementsprechend auch Turbine-Trainer Bernd Schröder. "Insgesamt haben wir drei vermeidbare Tore kassiert, das hätte nicht sein müssen, da waren wir einfach zu unkonzentriert". Dabei hatte seine Mannschaft zuvor "richtig guten Fußball gespielt. In Ausdauer und Technik lagen wir gleichauf und haben guten Kombinationsfußball gezeigt. Wir sind jetzt in der zweiten Trainingswoche der Saisonvorbereitung, dafür ist das okay", bilanzierte der Coach, "am Ende war die bessere Physis der Männer ausschlaggebend für deren Sieg".
Den 1:0-Führungstreffer der Gastgeber (25.) hatte Anja Mittag nach einem Eckball ausgeglichen, als sie den Ball am kurzen Pfosten über die Linie schob (38.). Kurz vor dem Pausentreffer ging der FSV jedoch erneut in Führung (45.). Mit einem satten Fernschuss aus 20 Metern egalisierte erneut Anja Mittag diese jedoch (67.), ehe sich die durchweg sehr fair aufspielenden Gastgeber nach einem Eckball erneut noch einmal in Führung brachten (90.). Beim 3:2 aus Sicht der Ueckermünder blieb es schließlich.
Toll war die Kulisse, von der die Potsdamerinnen bereits bei ihrer Ankunft mit Applaus und großer Freude empfangen wurden. "Das war ein tollens Erlebnis, wir hatten 1800 Zuschauer im Stadion, und die waren hellauf begeistert", freute sich Bernd Schröder. Vor allem durch den Gewinn der Champions League habe man sich viele viele Sympathien erspielt, "das kommt jetzt zum Tragen". Der Sieg der Champion League sei eine Verpflichtung, der es nun auch gelte, nachzukommen. Daher fuhr Schröder auch mit "voller Kapelle" nach Ueckermünde, lediglich die sechs gleichzeitig bei der U20-Weltmeisterschaft im Einsatz befindlichen Nationalspielerinnen fehlten.