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News | 10.05.2010 | 11:39 Uhr | 1. Mannschaft

Ende gut, alles gut

Turbine gewinnt in Wolfsburg 3:1

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Ende gut, alles gut
Yuki Nagasato (r.) traf in Wolfsburg früh für den 1. FFC Turbine Potsdam.
Foto: Nadine Bieneck
Zwei Aufgaben hatte Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder vor dem letzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga-Saison gestellt. Zum einen sollte sich der zweite Anzug des deutschen Meisters aus Potsdam beweisen. Zum anderen sollte seine Truppe die beste Offensive stellen. Zwar gewann Turbine gestern mit 3:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg. Die beiden Aufgaben verpassten die Potsdamerinnen vor 810 Zuschauern allerdings.

Etwas enttäuscht blickte Schröder auf die Abschlusstabelle. „Wir wollten die Mannschaft mit den meisten Toren werden. Leider haben wir es nicht geschafft“, so der Trainer. Die Potsdamer kommen mit den Saisontreffern 82 bis 84 durch Yuki Nagasato (4.), Babett Peter (77.) und Isabel Kerschowski (90.) auf dieselbe Anzahl wie der 1. FFC Frankfurt, der unlängst Tennis Borussia 13:0 abfertigte.

Mehr Sorgenfalten bereitete Schröder aber die Leistung seiner zweiten Reihe. „Ich dachte, da will sich die eine oder andere Spielerin mal beweisen. Das hat aber nicht geklappt. Man hat bei einigen gesehen, wo ihre Grenzen sind“, bilanzierte Schröder gewohnt direkt.

„Für unseren Anspruch an den Anschlusskader reicht das nicht.“ Vor allem nach Wiederanpfiff ließen die Potsdamerinnen den Gastgeber fast nach Belieben gewähren. Es lag am Wolfsburger Unvermögen vor dem Tor, dass der Meister nicht unter die Räder geriet und nur den Ausgleich durch Martina Müller (71.) hinnehmen musste. „Da waren wir eigentlich schon weg“, konstatierte Schröder, der nach dem Sieg aber wenigstens trocken resümieren konnte: „Ende gut, alles gut.“

Ab heute bereitet sich Potsdam auf das Champions-League-Finale am 20. Mai in Madrid gegen Lyon vor. „Wir müssen noch einiges im Schnellkraftbereich machen und die Spielerinnen auch neu motivieren“, kündigt Schröder an, der den Meister nun zwei- bis dreimal am Tag trainieren lässt. Nur über Himmelfahrt wird es ein bisschen Zeit zur Erholung geben.

„Wir haben in Wolfsburg nicht gut gespielt, aber jetzt schauen wir nur auf Madrid. Ich bin sicher, dass wir ein attraktives Spiel sehen werden“, frohlockt Abwehrspielerin Babett Peter. Und Schröder stimmt mit ein: „Wir wollen ein tolles Spiel machen, um zu zeigen, dass die Endspiele der Champions League der Männer und Frauen zusammengehören.“

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