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News | 24.04.2010 | 19:47 Uhr | 1. Mannschaft

Turbine fährt gelassen nach Frankfurt


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Turbine fährt gelassen nach Frankfurt
So wie beim letzten Spiel am Brentanobad wollen die "Turbinen" auch morgen wieder jubeln und den entscheidenden nächsten Schritt Richtung Titelverteidigung machen (Archivbild).
Foto: Jan Kuppert
Turbine-Trainer Bernd Schröder gibt sich gelassen. Die Zeiten, in denen ein Bundesligaspiel zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam zum Duell der „Erzfeinde“ aus Ost und West hochgejazzt wird, sind vorbei.

Auch, weil im deutschen Frauenfußball mittlerweile der FCR Duisburg und Potsdam den Ton angeben. „Es wird nicht so emotional wie bei den Spielen gegen Duisburg zugehen“, ist sich Schröder vor der Partie am Sonntag (11 Uhr) am Frankfurter Brentanobad sicher. „Wir wollen ordentlich Fußball spielen und dokumentieren, dass wir in der Meisterschaft die beste Mannschaft sind.“ In der Tabelle führt Potsdam (50 Punkte) vier Spieltage vor Schluss mit acht Zählern vor dem Verfolger Duisburg (42) und den Frankfurterinnen (42), die allerdings eine Begegnung mehr ausgetragen haben. Dennoch will Schröder noch nicht vom Titel oder gar Meisterfeiern reden. „Ich schaue von Spiel zu Spiel.“

Dass die Mannschaft aus Frankfurt, zu der mittlerweile sieben Ex-Potsdamerinnen gehören, nach dem letzten Strohhalm greifen und mit einem Sieg im Kampf um das internationale Geschäft bleiben möchte, ist für Schröder legitim. „Das ist die einzige Chance, die sie haben. Bei einem Unentschieden ist der internationale Zug abgefahren“, so der 67-Jährige. Nicht so gut fand der Turbine-Trainer die Ankündigung seines Kollegen Sven Kahlert, „den Spielfluss der Potsdamerinnen“ eindämmen zu wollen. „Das ist nicht unsere Philosophie vom Frauenfußball“, sagt Schröder, der auf sein derzeit bestes Aufgebot zurückgreifen kann.

Offen blieb erneut die Frage, wer das Turbine-Tor hüten wird – Anna Felicitas Sarholz oder Desirée Schumann. „Wir haben ganz andere Sorgen“, grummelt der Coach. So müsse er auf der dritten Position im Angriff zwischen Yuki Nagasato oder Jessica Wich entscheiden. Gleiches gilt für das linke Mittelfeld. Corina Schröder und Tabea Kemme stehen hier zur Auswahl.

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