Zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen gibt es nach dem Bundesligaspiel in der vergangenen Woche am heutigen Ostersamstag für die "Turbinen" ein Aufeinandertreffen mit den "Löwinnen" vom FCR Duisburg. Aufgabe und Druck sind heute jedoch ganz anders, denn im DFB-Pokal-Halbfinale heißt es - alles oder nichts!
Die Potsdamerinnen wollen den Einzug ins DFB-Pokal-Finale klar machen, welches in diesem Jahr erstmals als eigenständige Veranstaltung in Köln ausgetragen wird. Klar ist natürlich - genau dahin wollen auch die Duisburgerinnen, zumal das Finale vor ihrer Haustür, sozusagen fast im eigenen Wohnzimmer stattfindet. Beide Mannschaften dürften also von unbändigem Ehrgeiz getrieben sein, beim ersten - und damit auch historischen - Pokalfinale in Köln dabei zu sein!
Zugleich gilt es für die "Turbinen" sicher auch, Revance für die Pokalschlappe vom vergangenen Jahr zu nehmen. Im Berliner Olympiastadion erwischte das Team von Trainer Bernd Schröder - auch damals gegen den FCR Duisburg - einen ganz schwarzen Tag und ging sang- und klanglos unter. "Wir wissen bis heute nicht, was damals eigentlich passiert ist", findet Schröder noch heute keine Erklärung für diese bittere Niederlage. „Wir haben gegen Duisburg dreimal im Pokal gespielt und dreimal verloren“, fasst Schröder die Gesamtbilanz gegen den FCR zusammen. Diese Serie ausbauen wollen die Potsdamerinnen nicht, wenngleich jede einzelne im Team weiß, dass Turbine mit dem FCR auf den denkbar schwersten Gegner in der Runde der letzten vier verbliebenden Teams trifft. „Es wird keine Verlängerung oder gar ein Elfmeterschießen geben. Die Mannschaft mit der besseren Tagesform wird sich durchsetzen. Entweder wir gewinnen klar - oder Duisburg", ist sich Trainer Schröder sicher.
Die Mannschaft von FCR-Trainerin Martina Voss hat bereits angekündigt, ganz anders als im Punktspiel am vergangenen Mittwoch, welches die Duisburgerinnern mit 1:2 verloren, auftreten zu wollen. "Wir werden versuchen, den Gegner frühzeitig unter Druck zu setzen. Wenn wir das erste Tor erzielen, haben wir Vorteile. Insgesamt sehe ich beide Mannschaften auf Augenhöhe", so Voss. "Deshalb werden Kleinigkeiten entscheidend sein. Wir dürfen Turbine nicht ins Spiel kommen lassen. Und vor allem müssen wir bei den Standards aufpassen."
Personell sind am gestrigen Abend die U19-Nationalspielerinnen beider Vereine, die unter der Woche in Serbien die Qualifikation für die EM-Endrunde im Mai klarmachten, wieder zu ihren Mannschaften gestoßen. Beim 1. FFC Turbine Potsdam betrifft das Marie-Louise Bagehorn und Tabea Kemme, beim FCR Duisburg Turid Knaak und Hasret Kayikci.
Im TV übertragen wird das Spiel ab 12:55 Uhr in kompletter Länge und live von Turbines Heimatsender RBB sowie ebenfalls vom WDR.
Auch der Turbine-Liveticker berichtet wie gewohnt vom Spiel für all diejenigen, die die Begegnung weder im Stadion noch am TV-Gerat verfolgen können. Unter
liveticker.turbine-potsdam.de gibt es alle Infos live direkt vom Spiel.
Anstoß im Duisburger PCC-Stadion ist um 13 Uhr, geleitet wird das Spiel von Schiedsrichterin Christine Beck. Ihr assistieren Christina Jaworek und Nathalie Eisenhardt.
Im anderen DFB-Pokal-Halbfinale treten ab 14 Uhr der FF USV Jena und die SG Essen-Schönebeck gegeneinander an.