Turbine-Trainer Bernd Schröder (l.) und Røa-Trainer Geir Nordby (r.) bei der Abschluss-Pressekonferenz am gestrigen Nachmittag.
Foto: Jan Kuppert
Mit einer gehörigen Portion Respekt geht der deutsche Frauenfußball-Meister 1. FFC Turbine Potsdam in das heutige Viertelfinalhinspiel gegen den vierfachen norwegischen Titelträger und Pokalsieger Røa Oslo (19 Uhr).
„Das wird nicht leicht. Der Frauenfußball in Norwegen ist nicht schlecht“, sagte Potsdams Kapitän Jennifer Zietz (26). „Da treffen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Das wird ein Spiel auf Biegen und Brechen“, warnte Turbine-Trainer Bernd Schröder. Sein norwegischer Kollege Geir Nordby sprach von einem „Schlüsselspiel“ und meinte: „Wenn wir gut spielen, haben wir auch Chancen, in Potsdam zu gewinnen.“ Der 41-Jährige hofft zumindest auf ein 1:1 oder 0:0 im Karl-Liebknecht-Stadion.
Nordbys zehn Jahre jüngere Schwester Siri, die bereits 42 Länderspiele für Norwegen bestritt, zeigte sich erleichtert, dass Turbine aufgrund der Witterungsverhältnisse kaum Spielpraxis sammeln konnte und somit über keinen Vorsprung verfüge. Zuletzt fiel am Sonntag die Bundesligapartie der Potsdamerinnen beim Hamburger SV den Platzverhältnissen zum Opfer. Das Spiel soll nun am 28. März, 15 Uhr, nachgeholt werden. In Norwegen fängt die Saison ohnehin erst im April an. „Es ist für uns eine ziemliche Herausforderung, so früh ein wichtiges Match zu haben“, erklärte Geir Nordby. Zur Vorbereitung flog Røa Oslo eine Woche lang an die portugiesische Algarve.
Beide Mannschaften können in bester Besetzung auflaufen. Bei Potsdam sind ebenso alle sechs Nationalspielerinnen dabei, wie die sieben Auswahlkickerinnen bei Røa. So auch Superstar Lene Mykjåland (23, Rückennummer 7), die nach den Partien gegen Potsdam in die USA wechseln wird.
Das Rückspiel findet am 17. März in Oslo statt. Der Sieger aus beiden Vergleichen trifft im Halbfinale auf den FCR Duisburg oder auf die Ladies des FC Arsenal.