Unverständliche Spielabsage am 7. März in Hamburg
Turbines Cheftrainer Bernd Schröder.
Foto: Jan Kuppert
Nachfolgend eine Stellungnahme des Cheftrainers des 1. FFC Turbine Potsdam, Bernd Schröder, zur Absage der Bundesliga-Partie des 14. Spieltages zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FFC Turbine Potsdam am kommenden Sonntag.
Trotz inniger Bitten unsererseits an den HSV, das Punktspiel am 7. März 2010 in Hamburg, egal auf welchem Platz, auch auf Kunstrasen, durchzuführen, ist es einem "Weltverein" nicht gelungen, einen Platz zu finden.
Damit entsteht für uns als einzigen Verein in der Liga die Situation, dass wir sechs "englische Wochen" bis zum Ende der Pflichtspiele verkraften müssen. Dazu kommt noch am 21./22. April ein A-Länderspiel und ein U20-Länderspiel. Für uns entsteht damit ein klarer Fakt der Wettbewerbsbenachteiligung, sowohl national als auch im Hinblick auf die Champions League.
Der Vorschlag, das Spiel vom 7. März 2010 am 31. März 2010 nachzuholen, ist für uns nicht nachvollziehbar, da sich unsere U19-Nationalspielerinnen in der EM-Qualifikation befinden und ein Teil unserer Spielerinnen beim U20-Länderpokal aktiv sind. Darüberhinaus müssen wir bereits am 3. April 2010 im DFB-Pokal-Halbfinale in Duisburg antreten.
Außerdem müssen wir noch ein Nachholspiel gegen den FC Bayern bestreiten.
Um es nochmals klar zu sagen, muss unsere Mannschaft ab 17. März 2010 bis zum 9. Mai 2010 ständig im Mittwochs/Sonntags-Rhythmus spielen.
Dieser Vorgang zeigt mir ganz deutlich, wie es mit dem Verständnis und der Solidarität bestimmer Vereine und Verbände für den Frauenfußball aussieht.
Bernd Schröder
(Cheftrainer 1. FFC Turbine Potsdam)