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News | 22.01.2010 | 10:22 Uhr | 1. Mannschaft

„Siege werden in Potsdam nie Alltag“

Spielführerin Jennifer Zietz will mit Turbine zum fünften Mal Hallenmeister werden

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„Siege werden in Potsdam nie Alltag“
Jennifer Zietz am vergangenen Wochenende in Jöllenbeck.
Foto: Jan Kuppert
Die Fußballfrauen von Turbine Potsdam reisen am Samstag nach Magdeburg und wollen ihren Titel in der Halle verteidigen. Mit der 27-jährigen Spielführerin Jennifer Zietz sprach vor dem DFB-Hallenmasters MAZ-Redakteur Sebastian Morgner.

MAZ: Potsdam wurde 2004, 2005, 2008 und 2009 Hallenchampion. Sie waren jedesmal als Spielerin dabei. Sind Sie überhaupt noch nervös?
Jennifer Zietz:
Es herrscht natürlich eine gewisse Anspannung und Vorfreude auf das Turnier. Nervös würde ich das nicht unbedingt nennen. Wir nehmen das Masters als Titelverteidiger ernst. Da gehört eine gewisse Anspannung dazu.

Wird das Siegen nach so vielen Titeln nicht irgendwann zum Alltag?
Zietz:
Nein, auf keinen Fall. Wer mich kennt weiß, dass ich das Spiel in der Halle und auch im Sand liebe. Wenn ich einen Ball sehe, dann bin ich nicht mehr zu halten. Jedes Hallenturnier fängt bei Null an. Dass ist das spannende. Und Siege werden in Potsdam sowieso nie Alltag.

Ihr Team wird als haushoher Favorit gehandelt. Können Sie mit diese Rolle leben?
Zietz:
Das können wir.

Welche Platzierung stecken Sie sich persönlich?
Zietz:
Am vergangenen Wochenende haben wir schon gesehen, dass wir eine eingespielte Mannschaft sind. Wir gewannen zwei Turniere. Da ich auch weiß, was die Mädels können, kann nur Platz eins das Ziel sein.

Was können die Mädels?
Zietz:
Wir sind technisch gut und verfügen über ein sicheres Passspiel. Hinzu kommt eine gesunde Zweikampfhärte und eine gute Torhüterin. Wir haben das Zeug für ganz vorn.

Wer zählt für Sie zu den Mitfavoriten auf den Titel 2010?
Zietz:
Bayern München, Essen und vielleicht Hamburg, die im Vorjahr mit uns im Finale standen. Aber auch Duisburg und Frankfurt zählen für mich zum engeren Favoritenkreis. Wie gesagt, in der Halle ist alles möglich. Oftmals entscheidet die Tagesform.

Wen hat Trainer Bernd Schröder in den Kader nominiert?
Zietz:
Wir werden mit zwölf Spielerinnen anreisen. Die laufen im Namen der gesamten Mannschaft auf. Wer im Aufgebot steht, muss der Trainer verkünden.

Zum zweiten Mal steigt der DFB-Hallencup in Magdeburg. Sind Sie mit den Bedingungen dort zufrieden?
Zietz:
Im vergangenen Jahr waren fast 3000 Zuschauer da. Unsere Fans haben uns wie immer super unterstützt. So ein Turnier muss jede Spielerin genießen und einfach mitnehmen.

Die zwölf besten Frauenmannschaften gehen an den Start. Von 10 Uhr bis fast 16 Uhr wird um den Sieg gekämpft. Sind die Pausen zwischen den Spielen einigermaßen erträglich?
Zietz:
In Magdeburg ist das gut geregelt. Es gibt einen Bereich, wo sich die Spielerinnen zurückziehen können, um einen Kaffee zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen. Die Pausen vergehen ganz schnell.

Das Turnier beginnt relativ früh. Reisen Sie und Ihre Teamkolleginnen schon am Freitag an?
Zietz:
Nein. Wir werden erst am Sonnabend um 7 Uhr losfahren. Von Potsdam aus sind es 90 Minuten bis Magdeburg. Dass ist eine kurze Fahrt und kein Problem.

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