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News | 27.11.2009 | 15:35 Uhr | 1. Mannschaft

"Wir sind gewarnt"

Turbine-Trainer Bernd Schröder fährt mit Respekt nach Bad Neuenahr

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Bernd Schröder im Spiel gegen den FFC Frankfurt am vergangenen Sonntag.
Foto: Jan Kuppert
Bundesliga-Spitzenreiter 1. FFC Turbine Potsdam muss am Sonntag (14 Uhr) beim Tabellendritten SC 07 Bad Neuenahr Farbe bekennen. Mit Bernd Schröder, Trainer der Turbine-Elf, sprach MAZ-Redakteur Jens Trommer.

MAZ: Alles redet in der Frauenfußball-Bundesliga von Potsdam, Frankfurt, München und Duisburg - doch Dritter ist der SC Bad Neuenahr. Sind Sie überrascht?
Bernd Schröder:
Nein. Bad Neuenahr hat schon immer guten Fußball gespielt, hat eine ordentliche Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen. Ich denke da an Celia Okoyino da Mbabi, Lena Goeßling, Anne Bartke, die Ex-Potsdamerin Peggy Kuznik oder Torhüterin Romina Holz. Nicht zu vergessen die zwei Südkoreanerinnen Yunhee Cha und Hee Young Park. Wir sind gewarnt.

Ihr Kollege Dietmar Demuth vom SV Babelsberg 03 hat nach Übernahme der Regionalliga-Spitze gesagt: Es sei schön, dass man von oben grüßen kann. Sehen Sie das auch so?
Schröder:
Ich bin da vorsichtig. Babelsberg hat immerhin sechs Punkte Vorsprung, uns trennt als Bundesliga-Spitzenreiter nur das bessere Torverhältnis von Duisburg. Für mich ist das nur eine Momentaufnahme. Wer konnte schon ahnen, dass Duisburg zu Hause gegen Saarbrücken nicht über ein 1:1 hinauskommt?

Stichwort Momentaufnahme. Wie sieht die aus Ihrer Sicht aus?
Schröder:
Wir haben gegen keinen der Vereine, die sich mit uns auf Augenhöhe befinden, verloren. Allerdings haben wir bei den Unentschieden in Duisburg und beim FC Bayern auch vier Zähler eingebüßt. Der klare 4:1-Erfolg gegen den 1. FFC Frankfurt hat natürlich sehr gutgetan. Für uns war besonders wichtig, dass wir uns in der 2. Halbzeit enorm steigern konnten.

Gleichwohl haben Sie nach der Partie harsche Kritik an Ihren Ergänzungsspielerinnen geübt. Sie sagten: "Wir hatten nichts draußen, was uns vom Hocker reißen könnte." Wirklich nicht?
Schröder:
"Coco" Schröder und Marie-Louise Bagehorn haben in der Schnellkraft Defizite und absolvieren derzeit ein spezielles Athletikprogramm. Tabea Kemme braucht nach ihrer Kapselverletzung noch Ruhe, ich habe ihr deshalb ein freies Wochenende gegeben. Viola Odebrecht hat im Training mehr gearbeitet als je zuvor, doch es gelingt ihr einfach nicht, ihr Potenzial abzurufen. Letztlich brauchen wir alle Spielerinnen, denn auch wir sind in einer langen Saison nicht vor Ausfällen gefeit.

Zurück zum SC Bad Neuenahr. Geheimnisse dürfte es nicht geben, schließlich ist Turbine-Torhüterin Lena Hohlfeld mit SC-Trainer Thomas Obliers liiert.
Schröder:
Sie wird auch einen Tag eher hinfahren. Aber im Ernst: Bad Neuenahr hat gegen uns immer gut gespielt - zuletzt hieß es dort 2:2. Wir haben auf jeden Fall Respekt. Das wird für uns ein ganz, ganz schweres Spiel.

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