News | 12.10.2009 | 00:20 Uhr | 1. Mannschaft
Katz-und-Maus-Spiel
Turbine Potsdam dreht beim 6:0 (3:0) gegen den Hamburger SV erneut voll auf
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Der Turbine-Angriff sprüht regelrecht vor Spielfreude: Lira Bajramaj und Anja Mittag, die gegen den HSV zusammen fünf der sechs Tore erzielten.
Foto: Jan Kuppert
„Als Gegner waren wir heute nicht vorhanden“, stöhnte Achim Feifel, Trainer des Hamburger SV. Sechs Tore kassierte seine Mannschaft am Sonntag im Bundesligaspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam. Es hätten auch acht oder gar zehn sein können. „Unsere Siege fallen höher aus als in der vergangenen Saison. Es macht Spaß“, freute sich Turbine-Angreiferin Anja Mittag, die diesmal an fünf Treffern direkt beteiligt war. Der 24-jährigen Vollblutstürmerin gelangen gegen Hamburg gleich drei Tore. Zunächst schoss sie vor 1022 Zuschauern den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:0 ins rechte obere Eck (11.), dann vollendete sie nach Zuspiel von Jessica Wich aus Nahdistanz zum 3:0-Pausenstand (30.). Und schließlich erhöhte sie mit tollem Drehschuss aus halbrechter Position zum 5:0 (61.). Vorm 4:0, das Kapitän Jennifer Zietz per Foulstrafstoß erzielte (60.), war Mittag im gegnerischen Strafraum von Silva Saländer rüde von den Beinen geholt worden.
„Anja Mittag und Lira Bajramaj waren heute die überragenden Spielerinnen auf dem Platz“, lobte Trainer Bernd Schröder. Bajramaj hatte wie schon gegen Freiburg mit tollem Heber über HSV-Torhüterin Gaëlle Thalmann, die den Ball schwach ins Feld geschlagen hatte, die schnelle Führung erzielt (9.). „Das kann nicht jede Fußballerin“, lobte Schröder die Torschützin. Später setzte Turbines Spielmacherin mit der Rückennummer 10 nach Zuspiel von Mittag den 6:0-Schlusspunkt (66.).
„Das war heute ein Klassenunterschied. Die Tore waren toll herausgespielt. Wenn wir nicht manchmal etwas oberflächlich agiert hätten, wäre ein noch höherer Sieg drin gewesen”, meinte Schröder.
Nach der frühen 2:0-Führung spielten die Potsdamerinnen mit dem Hamburger SV immer wieder Katz und Maus. Der Kontrahent taumelte phasenweise wie ein angeschlagener Boxer über den Rasen des Karl-Liebknecht-Stadions. Auch Europameisterin Kim Kulig (19) konnte den Gästen keine Stabilität verleihen. Die Hamburgerinnen, in den letzten Jahren eine Art Angstgegner für Turbine, hatten in den 90 Spielminuten nicht eine einzige Torchance zu verzeichnen.
„Das war heute wirklich ein ruhiger Nachmittag“, bekannte Potsdams Torhüterin Desirée Schumann. Nach dem Geheimnis der hohen Drehzahl bei Turbine gefragt, sagte die 19-Jährige: „Die Neuzugänge bringen kreative Momente rein, spielen den tödlichen Pass. Und Anja Mittag ist in Top-Form.“ Gleichwohl warnte Schumann vor Übermut: „Jetzt kommen die wichtigen Spiele.“ Am 17. Oktober steht der Wahrsager beim Uefa-Cup-Gewinner FCR Duisburg an.
Weitere Informationen Spielstenogramm 1. Frauenfußball-Bundesliga, 4. Spieltag 11. Oktober 2009, 14 Uhr
1. FFC Turbine Potsdam - Hamburger SV
6:0 (3:0) 1. FFC Turbine Potsdam: Schumann - Schmidt, Draws, Peter - Kemme (79. Bagehorn), Zietz, Keßler, Schröder (70. Odebrecht) - Bajramaj, Mittag (70. Kaurin), Wich Hamburger SV: Thalmann - Lübcke, Haye, Freese (46. Schubert), Schimpf - Ewers (46. Petermann), Brüggemann, Jokuschies (82. Wübbenhorst), Saländer - Kulig, Crnogorcevic Die Tore: 1:0 Bajramaj (9.), 2:0 Mittag (11.), 3:0 Mittag (30.), 4:0 Zietz (59., Foulelfmeter), 5:0 Mittag (61.), 6:0 Bajramaj (66.) Gelbe Karten: Zietz - Schubert, Saländer Gelb-Rote Karten: - Rote Karten: - Schiedsrichterin: Daniela Schneider Zuschauer: 1022 Stadion: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam Besondere Vorkommnisse: -
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