Am heutigen Vormittag hob der Flieger nach Finnland mit dem Turbine-Team an Bord ab. Zwei Stunden und einige heftige Wetterturbulenzen später landeten die Potsdamerinnen wohlbehalten in der finnischen Hauptstadt Helsinki.
Von dort aus ging die Reise weiter in die zweitgrößte Stadt des Fünf-Millionen-Einwohner-Staates Finnland, nach Espoo. Die ist am morgigen Abend, 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MESZ) Austragungsort für die Women's Champions League Premiere des 1. FFC Turbine Potsdam. Denn im Tapiola Sportpark trifft die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder dann auf den amtierenden finnischen Meister FC Honka Espoo.
Nach ihrer Ankunft und dem Bezug der Zimmer im Hotel standen für die Deutschen Meisterinnen noch einige Termine an. Kapitänin Jennifer Zietz begleitete Turbine-Coach Bernd Schröder zur obligatorischen Abschlusspressekonferenz, auf welcher die Potsdamer Vertreter erstmals auch mit ihren finnischen Kollegen zusammentrafen. Honkas Cheftrainer Marko Saloranta äußerte "sehr große Vorfreude auf das morgige Spiel. Für unser Team, besonders die jungen Spielerinnen, ist es enorm wichtig, gegen solch eine Mannschaft wie den 1. FFC Turbine Potsdam zu spielen, die zur Zeit vielleicht beste europäische Mannschaft überhaupt." Zudem erklärte Saloranta, dessen Team nach den zuletzt verlorenen Punktspielen "keinerlei realistische Chance auf den Meistertitel mehr habe", sich nun "mit 110% auf die Champions League zu konzentrieren".
Die Vorfreude auf den Startschuss ins internationale Clubgeschehen war auch Jennifer Zietz und Bernd Schröder anzumerken. Der Turbine-Trainer freut sich insbesondere, nach den "Duellen gegen den schwedischen, norwegischen und dänischen Meister in den vergangenen Jahren nun endlich auch gegen den finnischen Champion antreten zu können". Auch im Potsdamer Team freue man sich sehr auf das Spiel. "Wir wissen, dass Honka eine sehr gute Mannschaft hat und mit Tinja-Riikka Korpela und Anna Westerlund zudem zwei sehr gute Spielerinnen, die auch an der vor wenigen Tagen beendeten Europameisterschaft teilgenommen und dort gute Spiele gezeigt haben", so Schröder, "natürlich wollen wir gewinnen und eine gute Ausgangsgrundlage für das Rückspiel am nächsten Mittwoch in Potsdam legen. Vor allem jedoch wollen wir den Zuschauern ein gutes Fußballspiel zeigen".
Die Voraussetzungen vor Ort in Espoo für die Potsdamerinnen sind hervorragend. Svante Ahlroth, Manager des FC Honka Espoo, und sein Team haben den Champions League Auftakt mustergültig vorbereitet. Hotel, Pressekonferenz, Abschlusstraining, Stadion - überall herrschen beste Bedingungen für das Team aus Potsdam. Ein einstimmiges Sonderlob erhielt der Rasen im Tapiola Sportpark: "Das ist ein Toprasen. Wenn man dort keinen guten Fußball spielt, dann weiß ich auch nicht

Bianca Schmidt beim Abschlusstraining: "Der einzige Haken hier - es ist wirklich kalt."
Foto: Petri Lunki
, wo man guten Fußball spielen sollte", schwärmte Trainer Bernd Schröder nach dem einstündigen, lockeren Abschlusstraining seiner Mannschaft im Stadion. Den gleichen Ton schlug Abwehrspielerin Bianca Schmidt an: "Der Rasen ist der Hammer. Auf solch einem Rasen macht das Fußballspielen richtig Spaß", freut sich die 19-Jährige auf die Champions League Premiere. "Die Stimmung in der Mannschaft ist gut", berichtet Bianca Schmidt, "der einzige Haken, es ist wirklich richtig kalt hier". Bei Temperaturen nur knapp über Null grad galt es für die Potsdamerinnen, warme Trainingsklamotten anzuziehen. "Vielleicht schneit es ja morgen", witzelte Honkas Torhüterin Tinja Korpela schmunzelnd. Laut Wettervorhersage wird es allerdings morgen Abend zum Spiel 4 bis 6° Celsius haben, gefühlt jedoch gerade einmal 2 bis 3°.
Es ist also alles angerichtet für den Champions League Auftakt der "Turbinen" in Espoo. Die Spannung bei allen Beteiligten steigt - morgen ab 18 Uhr (MESZ) ist es endlich soweit. Die Potsdamerinnen treten zu ihrer ersten Standortbestimmung auf internationaler Ebene im Tapiola Stadion an. Wir werden im Turbine-Liveticker unter
liveticker.turbine-potsdam.de von den Ereignissen aus Finnland berichten.