Am ersten Spieltag der neuen Bundesligasaison erteilte das Team von Trainer Bernd Schröder dem Aufsteiger VfL Sindelfingen eine Lehrstunde und kam vor 1 050 Zuschauern im Sindelfinger Floschenstadion zu einem 9:1 (2:0)-Kantersieg.
Dabei hatte die Mannschaft in der ersten Halbzeit sichtlich Mühe gegen die zunächst kompakte Sindelfinger Defensive, auch wenn Keelin Winters (8.) nach einer Ecke die frühe Führung erzielte und Patricia Hanebeck per direkt verwandeltem Freistoß erhöhte (29.).
In der zweiten Halbzeit wollte der VFL Sindelfingen mehr für die Offensive tun, doch die taktische Umstellung mit eingehender Lockerung der Defensive ging nach hinten los und die Potsdamer Spielerinnen nahmen die Einladung dankbar an. Der schottische Neuzugang Linda Evans erhöhte zum 3:0 (49.), ehe Natalia Mann eine Unachtsamkeit der Potsdamer Defensive zum Ehrentreffer nutzte (55.).
Doch dann brach eine wahre Flut an Gegentoren über die Gastgeberinnen hinein: Die eingewechselte Stefanie Mirlach per Kopf (57.), Yuki Ogimi aus 17 Metern (64.), zweimal Genoveva Anonma (76., 77.) sowie die ebenfalls eingewechselte Natasa Andonova (79.) und erneut Ogimi (81.) untermauerten den Klassenunterschied beider Teams.
Trotz des Erfolgs war Trainer Bernd Schröder alles andere als zufrieden: „Es geht nicht um das Ergebnis, sondern darum, wie wir hier teilweise gespielt haben. Wir hätten hier mindestens 15 Tore machen können und dann lassen wir uns auch noch ein Tor reinkullern. Sindelfingen hat seine Möglichkeiten ausgeschöpft, wir haben noch Luft nach oben.“
Ein geknickter Sindelfinger Trainer Niko Koutroubis meinte: „Wir sind heute hart in der ersten Liga gelandet. Im Nachhinein ärgere ich mich natürlich über die Umstellungen, wir wollten aber offensiv etwas mehr Druck entwickeln. Potsdam hat dann aus jeder Chance ein Tor gemacht und uns wie eine Schülermannschaft ausgespielt.“