Die "Turbinen" und die Mannschaft der SG Töplitz.
Foto: SG Töplitz
Anlässlich des 90-jährigen Vereinsjubiläums der SG Töplitz, beheimatet in unmittelbarer Nachbarschaft des 1. FFC Turbine Potsdam, reiste Trainer Bernd Schröder am heutigen Nachmittag mit seiner Mannschaft zu einem weiteren Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung.
Die in der Kreisklasse aufspielenden Töplitzer boten den dem Deutschen Meister einen freundlichen Empfang, machten vor einer Kulisse von 450 Zuschauern jedoch zunächst auch deutlich, nicht zu viele Gastgeschenke verteilen zu wollen. Denn nach einem Fehlpass im Mittelfeld der Gäste, daraus resultierendem Sololauf und anschließendem Torabschluss auf das von Alyssa Naeher gehütete Gehäuse ging das Team der SG Töplitz zunächst in Führung. „Da waren wir noch nicht richtig da“, bilanzierte Co-Trainer Dirk Heinrichs. „Wir haben uns die knappe erste halbe Stunde schwer getan und gebraucht, ins Spiel zu finden.“ US-Neuzugang Keelin Winters leitete dann jedoch die Wende ein, als sie zunächst einen trockenen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:1-Ausgleich in die Maschen knallte (36.) und kurz darauf gar nach schönem Doppelpass mit Genoveva Anonma und Patricia Hanebeck die 2:1-Führung für die Gäste herstellte (40.).
Nach dem Seitenwechsel bauten die Platzherren dann körperlich ab, während die Turbine mehr und mehr ins Rollen kam. So entwickelte sich schließlich fast durchgängig ein Spiel auf ein Tor, während die Töplitzer nur noch zu einer Tormöglichkeit kamen, die von Keeperin Anna Sarholz jedoch entschärft wurde. Auf der Gegenseite schraubten die eingewechselte Stefanie Draws mit einem halbhohen Schuss aus halbrechter Position ins lange Eck (3:1, 55.), Anonma aus einem Strafraumgewühl heraus zum 4:1 (68.), erneut die Äquatorial-Guineerin im Abschluss an die „beste Kombination des gesamten Spiels aus der eigenen Abwehr heraus“, so Heinrichs, zum 5:1 (83.) sowie abschließend die eingewechselte Lidija Kulis nach guter Vorarbeit von Patricia Hanebeck (90.) das Ergebnis zum 6:1-Endstand hoch. „Wir wollten schnell nach vorn spielen, unser offensives Potential ausnutzen. Nach der Eingangsviertelstunde ist uns das schließlich auch ganz gut gelungen, im Spielverlauf konnten wir den Gegner so mehr und mehr unter Druck setzen“, lautete das Trainerfazit von Dirk Heinrichs nach Spielende.
Turbine Potsdam spielte mit: Naeher (46. Sarholz) - Singer, Mirlach, Kemme - Doorsoun, Winters, Hanebeck, Cramer (46. Draws) - Andonova (68. Kulis), Anonma, Evans
Tore: 1:0 (15.), 1:1 Winters (36.), 1:2 Winters (40.), 1:3 Draws (55.), 1:4 Anonma (68.), 1:5 Anonma (83.), 1:6 Kulis (90.)
Den nächsten Test bestreitet der Deutsche Meister bereits am kommenden Wochenende. Auswärts geht es dann am Samstag, den 18. August, gegen den Storkower SC.