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News | 09.08.2012 | 12:31 Uhr | 1. Mannschaft | Natio |

Nationalmannschaft: Yuki Ogimi heute mit Japan im olympischen Finale gegen Vize-Weltmeister USA


Von Nadine Bieneck

Nationalmannschaft: Yuki Ogimi heute mit Japan im olympischen Finale gegen Vize-Weltmeister USA
Turbines Yuki Nagasato kämpft heute Abend gegen Vize-Weltmeister USA um die olympische Goldmedaille.
Foto: Marion Kehren/www.fansoccer.de
Zu einem Spitzenspiel und gleichzeitig die Neuauflage des WM-Finals im Vorjahr kommt es am heutigen Abend im Londoner Wembley-Stadion, wenn Weltmeister Japan und Vize-Weltmeister USA zum Finale des Frauenfußballturniers der Olympischen Sommerspiele 2012 aufeinander treffen. Anstoß der Partie ist 19:45 Uhr (Ortszeit).

Olympia ist für die Menschen in Japan das Allergrößte.Yuki Ogimi, japanische Nationalstürmerin Turbine Potsdam

Bereits um 13 Uhr treffen Frankreich und Kanada in Coventry im „City of Coventry Stadion“ im Spiel um die Bronzemedaille aufeinander. Am Montag, den 6. August, hatten sich zunächst Weltmeister Japan und Frankreich in einem engen Match um den Einzug ins Finale duelliert. Mit dabei die Potsdamerin Yuki Ogimi, die ihr Team nach einer guten halben Stunde Spielzeit in Führung brachte (32.). Mizuho Sakaguchi legte kurz nach dem Seitenwechsel gar zum 2:0 nach (49.). Doch die knapp 62.000 Zuschauer sahen anschließend einen furiosen Kampf der Französinnen, die sich noch nicht verloren gaben. Eugenie Le Sommer verkürzte verdient zum 1:2 (76.), doch die beherzt geführte Schlussoffensive der Mannschaft von Trainer Bruno Bini brachte keine weiteren Treffer mehr ein, wenngleich das Geschehen im Londoner Wembley-Stadion in den letzten Minuten des Spiels fast durchgängig nur noch auf das Tor der Japanerinnen lief. Vielmehr vergab Kapitänin Elise Bussaglia die beste Möglichkeit auf den Ausgleich, als sie einen von Sakaguchi an Le Sommer verursachten Elfmeter knapp neben das Gehäuse setzte (78.). Yuki Ogimi erarbeitete sich kurz vor dem Abpfiff noch einmal eine Riesenmöglichkeit für die „Nadeshiko“, doch nach einem schnellen Konter traf sie, bedrängt von Bussaglia, lediglich den Pfosten (90.). Japan rettete den knappen Vorsprung schließlich ins Ziel und bejubelte anschließend das Erreichen des Minimalziels, den Einzug ins Olympische Finale. „Olympia ist für die Menschen in Japan das Allergrößte“, hatte Yuki Ogimi vor ihrer Abreise zum Turnier noch berichtet. Eine Medaille hat ihr Team bereits sicher, ob es Gold oder Silber wird, entscheidet sich heute Abend. Nach dem Halbfinalsieg berichtete Yuki Ogimi: "Es gibt zwei Aspekte, die für unseren Sieg gegen Frankreich maßgeblich waren. Zum einen war die zweite Halbzeit unsere beste bei diesem Turnier. Und zum anderen blieben wir alle ausnahmslos sehr konzentriert, obwohl uns die Französinnen alles abverlangten." Direkt nach dem Spiel ging ihr Blick bereits voraus: "Es bedeutet uns eine Menge, um Gold zu spielen. Sollten wir das Finale gewinnen, wäre es ein weiterer wichtiger Schritt für den japanischen Frauenfussball, denn es würde beweisen, dass wir das, wofür wir lange hart gearbeitet haben, auch konstant auf höchstem Level beweisen können - nicht nur bei einem Turnier."

Gegner im Spiel um Gold wird einmal mehr die Mannschaft der USA sein. Diese hatte sich ebenfalls am Montag in einem hochdramatischen Halbfinale am Ende mit einem denkbar knappen 4:3-Sieg gegen den Weltranglisten-Siebten Kanada durchgesetzt. Drei Mal hatte die kanadische Ausnahmestürmerin Christine Sinclair ihr Team in Führung gebracht, drei Mal konnten die USA ausgleichen. 3:3 lautete der Zwischenstand nach regulärer Spielzeit. In der Schlusssekunde der zweiten Verlängerung erst erzielte Alex Morgan mit der letzten Aktion des Spiels schließlich den spielentscheidenden Treffer zum 4:3 (120. +3), als sie das Leder per Kopf über Torhüterin Erin McLeod in den Maschen versenkte.

Mit Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus erfährt das Olympische Finale gar eine deutsche Beteiligung, wurde die Unparteiische aus Deutschland doch dazu auserwählt, das Endspiel im Wembley-Stadion heute Abend gemeinsam mit ihren beiden Assistentinnen Marina Wozniak und Katrin Rafalski zu leiten. Das Trio hatte im Vorjahr bereits das WM-Finale zwischen eben diesen beiden Mannschaften geleitet. Sowohl das Schiedsrichterteam als auch die beiden Finalisten werden dabei einen neuen olympischen Zuschauerrekord im Frauenfußball erleben, denn mehr als 83.000 Tickets für das Spiel wechselten im Vorverkauf bereits den Besitzer. Den bisherigen Rekord hielt zuletzt das Olympische Finale 1996 im Sanford Stadium von Athens/Georgia zwischen den USA und China, welches die Gastgeber vor 76.489 Zuschauern mit 2:1 gewannen.

Weiterführende Links zum Thema:
[1] Die Olympischen Spiele 2012 >> http://www.london2012.comExterner Link
[2] Olympisches Frauenfußballturnier 2012 >> http://de.fifa.com/womensolympic/index.htmlExterner Link


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